Mit fünfzehn verlässt Babak Kazemifard den Iran mit dem Ziel, über Istanbul in die USA weiterzureisen. Doch am amerikanischen Konsulat wird sein Antrag abgelehnt. Allein, mit wenig Geld und ohne Ziel, findet er sich wenige Tage später auf der Polizeiwache des Kölner Flughafens wieder - ohne Papiere, ohne Deutschkenntnisse und mit einem Cousin am Telefon, der ihm nicht glaubt und auflegt. Was folgt, ist kein Ankommen im klassischen Sinn, sondern ein zweiter, leiserer Kampf: um Sprache, Zugehörigkeit, ein eigenes Leben und den Mut, Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen. "Als die Freiheit begann" erzählt von zwei Befreiungen: der Flucht aus einer Diktatur und dem langsameren, schwierigeren Weg aus Angst, Schuld und alten Prägungen. Es ist die Geschichte eines Jungen, der einer Diktatur entkommt, und eines Mannes, der viele Jahre später begreift: Die schwersten Grenzen verlaufen nicht zwischen Ländern - sie verlaufen in uns selbst.
Babak Kazemifard wurde im Iran geboren und kam 1987 als Jugendlicher allein nach Deutschland. Er studierte Informationsverarbeitung an der Fachhochschule Köln und arbeitete viele Jahre als IT-Spezialist und Unternehmer. In seinen Texten und Gesprächen beschäftigt er sich mit Freiheit, Exil, Verantwortung, Demokratie und der Frage, wie Menschen nach Diktatur, Flucht und Brüchen ein selbstbestimmtes Leben aufbauen können.
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