Ein Sommer auf dem Land. Ein neuer Junge im Dorf. Und eine Begegnung, die alles verändert. Joris ist zwölf, still und aufmerksam. Er kennt sein Dorf, die Wege, die Felder und die Menschen darin. Viel Neues passiert hier nicht - bis Nico als Pflegekind auf den Femke-Hof kommt. Nico ist anders als alle anderen: abweisend, reizbar, unberechenbar und zugleich auf eine Weise faszinierend, die Joris sofort spürt. Zuerst ist Nico nur der fremde Junge, über den im Dorf geredet wird. Dann steht er plötzlich vor Joris, macht sich über seine Zeichnungen lustig und bleibt trotzdem. Zwischen den beiden entsteht eine Nähe, die keiner von ihnen richtig benennen kann. Was als vorsichtige Annäherung beginnt, wird schnell intensiver: voller Spannung, Widersprüche, Grenztests und unausgesprochener Gefühle. Doch Nico bringt nicht nur Unruhe in Joris' Sommer, sondern auch eine dunkle Vergangenheit, die sich nicht für immer verbergen lässt. Hinter seiner Härte liegen Wut, Schuld und eine Angst, die gefährlich werden kann - für andere und für ihn selbst. Je näher Joris ihm kommt, desto mehr muss er begreifen, dass Nico nicht einfach gerettet werden kann. Und trotzdem ist da etwas zwischen ihnen, das stärker wird, gerade weil es unsicher, widersprüchlich und kaum aussprechbar bleibt. Als Nico kam ist ein atmosphärischer und eindringlicher Jugendroman für ältere Jugendliche und Erwachsene über Freundschaft, erste tiefe Gefühle, Schuld, Scham, Gewalt und eine Nähe, die Halt gibt, Angst macht und alles verschiebt.
Arbo von Bergmann, Jahrgang 1980, schreibt Romane über Kindheit, Erinnerung und innere Brüche. Im Mittelpunkt stehen Figuren, die mit Erfahrungen leben müssen, für die es lange keine Worte gab. Seine Texte erzählen von Nähe, Verlust, Schuld und davon, was im Alltag oft verborgen bleibt.
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