In Shinjuku ist es unmöglich, die Stille zu finden. In der Arcade-Halle von Shinjuku ist es unmöglich, allein zu sein. Vielleicht ist das der Grund, warum Isamu, Haruki und Kenta den Weg zum Fuße des Fuji suchen. Sie wollen der Enge der Megacity entfliehen, doch der Aokigahara ist kein gewöhnlicher Wald.
Man nennt ihn das »Meer aus Bäumen«. Ein Ort auf erstarrter Lava, an dem eisenhaltiges Gestein Kompasse nutzlos macht und die hohlen Wurzeln jedes Geräusch verschlucken. Wer hier vom Pfad abkommt, tritt in eine Welt, in der die Zeit anderen Regeln folgt. Als die drei Freunde tiefer in das Dickicht eindringen, beginnt die Realität zu bröckeln. Ein leeres Handy klingelt in der absoluten Stille. Alte Legenden über die Yurei, die Geister der Vergessenen, fühlen sich plötzlich nicht mehr wie Märchen an. Etwas in diesem Wald beobachtet sie. Etwas, das seit Jahrhunderten einsam ist und keine Gäste mehr gehen lässt.
Sie dachten, sie wären die Jäger ihres eigenen Abenteuers. Doch im Aokigahara merkst du erst, dass du die Beute bist, wenn die Stille anfängt, mit dir zu sprechen.
Was bist du bereit zu opfern, wenn der Wald dich nicht mehr gehen lässt?
»Ein düsterer J-Horror-Thriller, in dem 'Stranger Things' auf die verstörende Naturphilosophie Japans trifft.«
Bildlich, direkt und ohne Umwege: So lässt Lisa Lassen das Grauen in ihren Geschichten lebendig werden. Die Autorin ist passionierte Kennerin der japanischen Kultur und findet ihre Inspiration in den uralten Legenden des Aokigahara-Waldes. Obwohl sie sich in vielen Genres zu Hause fühlt, ist es die Grenze zwischen Natur und Wahnsinn, die sie in ihrem aktuellen Werk mit Präzision erkundet.
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