Wer ringen kann, muss seltener schlagen. Das macht Selbstverteidigung besser dosierbar, denn die schädigende Wirkung von Schlägen ist schwer zu kalkulieren. Schlagtraining bleibt ein notwendiger Bestandteil der Selbstverteidigung, aber das Ziel ist, seltener schlagen zu müssen.
Eine Schlüsseltechnik ist dabei der Arm Drag. Er ermöglicht den schnellen Übergang an die Rückseite des Gegners, und eröffnet damit mehrere strategische Optionen: schnelle Flucht, sichere Kontrolle im Stand oder vorteilhafte Takedowns. Die Möglichkeit, mithilfe von Schlägen zu eskalieren, bleibt bestehen, während das Risiko sinkt, selbst Treffer einzustecken.
Um den Arm Drag erfolgreich umsetzen zu können, ist gut strukturiertes, dynamisches Training notwendig. Dieser kompakte Leitfaden soll dabei helfen.
Mag. Wilhelm Haager ist ausgebildeter Lehrer für Psychologie, Philosophie und Sport. In seiner Diplomarbeit verglich er Persönlichkeitseigenschaften von Menschen in verschiedenen kämpferischen Sportarten. 2009 begann er mit dem Training in japanischer Kampfkust, später rückte Combatives ins Zentrum seiner Beschäftigung mit Selbstverteidigung. Seit 2023 leitet er Selbstverteidigungskurse hauptberuflich. In einer kleinen wöchentlichen Trainingsgruppe, die er anleitet, lag der Trainingsschwerpunkt von Anfang September 2025 bis Ende März 2026 auf dem Arm Drag. Das vorliegende Buch fußt auf dieser Grundlage.
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