Die Trilogie Asphalt. Brunsmark. Dom. erzählt nicht. Sie zeigt. Drei Geschichten, eine Figur, keine Erklärungen. Karl Montenbruck bewegt sich durch eine norddeutsche Stadt, durch eine Nacht am Mühlenteich, durch viele Jahre, die sich in einem Schulkorridor zusammenziehen, und der Text begleitet ihn, ohne zu kommentieren. Was Sache ist, zeigt sich in den Dingen: Kastanienblüten auf einer Tischdecke, das Resopal auf einem Krankenhausflur, ein Bussard über frischem Weizen. Die drei Texte wurden zwischen 2000 und 2005 geschrieben und erscheinen hier in umgekehrter Reihenfolge ihrer Entstehung. Asphalt, der jüngste, fährt in den Nebel und stellt Fragen. Brunsmark kommt in Bruchstücken. Erinnerung, die sich nicht fügt. Dom, der älteste, ist das Rauschen darunter. Wie ein Traum. Perspektiven wechseln wie Bilder. Am Ende steht kein Urteil. Kein Fazit. Nur vier Wörter, Vergangenheit, Punkt.
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