Jede zivilisierte Gesellschaft braucht Regeln und Gesetze, um die Menschenrechte und die Menschenwürde zu garantieren. Der mündige und zivilisierte Bürger hat sie zu respektieren und einzuhalten, um zur Sicherheit der Gesellschaft beizutragen. Es braucht also Vernunft und Einsicht und bestimmte Verhaltensweisen, die schon in der Antike mit dem Begriff ´Tugend´ bezeichnet wurden. In der Gegenwart läßt sich indes feststellen, daß Tugenden augenscheinlich in Vergessenheit geraten sind, während Rücksichtslosigkeit, Egoismus und ein maßloser Individualismus überhand gewinnen. Bedenken werden laut, daß die Gesellschaft verroht, verwahrlost und dass ein lebenswertes Miteinander nicht mehr erkennbar ist. Die vorliegende Abhandlung ist dieser Thematik gewidmet und versucht mit zwei unterschiedlichen, aber demselben Ziel verpflichteten philosophischen Begründungen (der platonischen und der aristotelischen Ethik) nachzuweisen, dass es zeitübergreifende Tugenden gibt, ohne die eine Gesellschaft nicht existieren kann. Dementsprechend sollte die fundamentale Bedeutung der Tugenden wieder als Sinn und Wert für den Einzelnen und die Gesellschaft in Erinnerung gerufen werden.
Elenor Jain arbeitete nach Promotion und Habilitation als Privatdozentin in den Fachbereichen Philosophie, Erziehungswissenschaften und Kunstwissenschaft und hat zahlreiche Bücher, Aufsätze und kulturkritische Schriften zu philosophischen, pädagogischen und ästhetischen Themen vorgelegt.
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