Die prähistorische Kognitionsforschung untersucht archäologische Artefakte hinsichtlich ihres semantischen Gehaltes. Dabei können grundsätzlich zwei Paradigmen unterschieden werden: ein lunar-mathematisches Paradigma seit dem Homo erectus und ein solar-stellares, das vor 40.000 Jahren durch Homo sapiens etabliert wurde. In der Frühzeit galt dem vierten Mondpaar, Vollmond und Neumond, das besondere Interesse. Um seine Kompatibilität mit den anderen herzustellen, setzte man zunächst auf eine symmetrische Quantitätsverteilung (Homo naledi und frühe Neandertaler) und später, seit etwa 125.000, auch auf eine asymmetrische (Denisova Menschen).- Die solar-stellare Periode zeitigte schließlich erstaunliche Leistungen, wie z.B. eine moderne Zahlentheorie oder den Heliozentrismus.
Frank Keim, Jg. 1956, ist Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zu astronomiehistorischen Themen. Bei BoD ist 2022 mit Dominik Seemann "Der Nordstern als Stern von Betlehem" erschienen. 2010 und 2015 hielt er Vorträge auf The Conferences on The Inspiration of Astronomical Phenomena (INSAP). Für 2026 geplant: The discovery of Uranus by Giorgio Vasari.
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