Schlagworte: Für LeserInnen anspruchsvoller Gegenwartsliteratur, Kulturkritik in Zeiten von Social Media, Künstler-Roman, Ungewöhnliche Literatur, Liebe in Zeiten von Social Media
2 Menschen verstricken sich auf virtuellem Weg (Twitter) so sehr ineinander, dass sie geradezu obsessiv nachforschen, wer der jeweils andere wirklich ist. Dass daraus eine große Desillusion (nicht unbedingt Befreiung) entsteht, ein alptraumhaftes (manchmal auch schwelgendes) Ineinanderfließen stattfindet, versteht sich natürlich von selbst ...
Zwischen laut und leise, Poesie und grellem Tönen, verweist "#BOOK!" auf Mechanismen in Social Media, unter denen echte Begegnung kaum möglich ist. Die beiden komplexen, spannungsreichen Protagonisten sind keine Helden. Klara stolpert eher unbeholfen, verletzt, verletzbar und verletzend durch das reißende Gewässer namens Social Media, Golo, der Maler, hält stoisch (nahezu autistisch) dagegen und behilft sich mit Selbstbewusstsein und Chuzpe. Diese beiden Figuren umkreisen sich, während die (von ihrer "Allwissenheit" durchaus berauschte) Erzählstimme, das ungleiche Paar zurück ins Private, ins reale Leben führt.
Annette van den Bergh hat neuere deutsche Literaturwissenschaft und Philosophie studiert. Sie arbeitete als Kulturjournalistin, Literaturkritikerin und Kultur-Bloggerin. Dazu Veröffentlichungen in Literatur-Magazinen. Lebt als freie Autorin in Berlin. (Nach 11 Jahren - mit Höhen und Tiefen - gerne auf Social Media-Entzug.)
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