Volker Eigenbrod
Volker Eigenbrod, * 1962, zeigt mit den aus den altgriechischen Grundtexten neu übersetzen 632 Worten des Herrn Jesus Christus die immense Bedeutung menschlichen Vertrauens durch Glauben in den einen wahrhaft Treuen: Gott. Pistis, das alte griechische Wort umfasst ein Bedeutungsfeld vom Vertrauen über den Glauben hin zur Treue. Treue ist göttliche Pistis, da er alles im Voraus weiß. Vertrauen dagegen ist praktische Pistis des Menschen, während er theoretische Pistis, nämlich Glauben hat. Letzteres, der Glauben, ist der Standardbegriff in den gängigen deutschen Bibelübersetzungen. Neutestamentlicher Glaube ist Vertrauen in Jesus Christus, der treu ist seinem Wesen nach (Offenbarung 19,11). Der weltliche Glaubensbegriff dagegen ist eher philosophisch abgeflacht und meint vage und unsichere Annahmen, es ist ein schwacher und reduzierter Wissensbegriff, der, vergleichbar einem Stacheldraht, viele Menschen gefangen hält. Denn der Mensch kann weitaus mehr als nur Begriffe abwägen, er ist ein Transzendenzwesen, das heißt, er kann überschreiten. Dazu gehört anfangs ein mutiger Schritt, ein Kurswechsel genannt Umbesinnung: Metanoia. Wer durch den Stacheldraht hindurch möchte, der kann das, denn schon hier, gleich zu Beginn der Gottesbeziehung beginnt der praktische Glaube: das Vertrauen. Geistlicher Art, kontinuierlich vertrauend gestaltet sich das Leben danach zum Ewigen und Treuen, der allein zu retten vermag. Dies trägt in die Ewigkeit. Nötig ist die echte, wahrhaftige Herzensentscheidung für Jesus Christus, durch den die göttliche Rettung erfolgt, die Umwandlung aus Sünde und Todesverfallenheit heraus zu einem ewigen Kind Gottes. Die 632 gesprochenen Worte des Herrn Jesus Christus lenken hin auf das Wesentliche, den Kern der Nuss, wie es einmal jemand trefflich formulierte. Die Frage, was bleibt, beantwortet keine Wissenschaft, es ist eine geistliche Frage, eine Vertrauensfrage gegenüber dem Treuen. Jesus Christus war, bevor etwas war (Präexistenz Christi). Durch seinen Sohn Jesus Christus hat Gott alles geschaffen. Und in seiner Schöpfung schuf er Ebenbilder seiner selbst, Menschen, die zu ihm in Beziehung treten können, Bewusstsein haben, Geist, vertrauend, treu (oder auch nicht). Er, Gott dagegen bleibt treu. Gott ist Geist (Johannes 4,24), der eine ungeschaffene Geist, und Menschen sind auch Geist, geschaffener Geist, ebenbildlich. Die Distanz scheint groß zu sein, doch sie wird überbrückt, durch Vertrauen in den einen wahrhaft Treuen.
Website: https://eigenbrod.net
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.