Jonah Still hat lange geglaubt, Stärke bedeute, weiterzumachen. Verantwortung zu übernehmen. Niemanden zu enttäuschen. Zu funktionieren, egal, wie es ihm dabei geht. Als Ehemann, Vater und beruflich engagierter Mann scheint sein Leben von aussen vieles zu enthalten, was man sich wünschen könnte. Doch hinter dem Alltag wächst eine Erschöpfung, die Jonah immer weniger kontrollieren kann. Schlaflose Nächte, Leistungsdruck, finanzielle Sorgen und das Gefühl, für alle stark sein zu müssen, führen ihn schliesslich an einen Punkt, an dem sein Körper nicht mehr mitmacht. Eine schwere depressive Episode zwingt Jonah dazu, etwas zu tun, das ihm lange wie Versagen erschien: Hilfe anzunehmen. Der Weg durch Klinik, Therapie und die Rückkehr in den Alltag verändert seinen Blick auf sich selbst. Jonah beginnt zu erkennen, wie sehr familiäre Prägungen, Erwartungen und sein eigener Anspruch an Leistung sein Leben bestimmt haben. Doch Genesung bedeutet nicht, plötzlich wieder der Alte zu werden. Sie bedeutet, Grenzen früher wahrzunehmen, Verantwortung zu teilen und zu lernen, dass ein Mensch auch dann wertvoll ist, wenn er gerade nichts leistet. Das Leben nach dem Müssen ist ein autobiografisch inspirierter Roman über Depression, Familie, Leistungsdruck und die Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn Funktionieren allein nicht mehr reicht. Eine Geschichte über Zusammenbruch und Neubeginn und über die leise Erkenntnis, dass ein gutes Leben vielleicht nicht darin besteht, immer mehr zu schaffen, sondern wieder wahrzunehmen, was längst da ist.
Roger Haldimann ist Ehemann, Vater und Autor aus der Schweiz. In seinem autobiografisch inspirierten Roman "Das Leben nach dem Müssen" beschäftigt er sich mit psychischer Gesundheit, familiären Prägungen, Leistungsdruck, Verantwortung und der Lebensrealität von Männern und Vätern. Die Geschichte ist aus persönlichen Erfahrungen entstanden und wurde für den Roman literarisch verdichtet und fiktionalisiert. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie ein Leben gelingen kann, ohne den eigenen Wert ständig an Leistung, Erfolg und Funktionieren zu messen. Dabei interessieren ihn besonders psychische Gesundheit, persönliche Entwicklung, Beziehungen und die oft unsichtbaren Erwartungen, unter denen Menschen versuchen, stark zu bleiben.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.