Schlagworte: Camino Francés Erfahrungsbericht Reisetagebuch, Pilgerreise nach Santiago persönliche Geschichte, Pilgerreise Wandern Selbstfindung Lebensfreude Dankbarkeit, Pilgern mit Herz und Humor, Pilgerbuch Santiago Reiseerzählung
Ich war einen Zentimeter vom Ende entfernt und 800 Kilometer vom Anfang.
Ich war einen Zentimeter vom Ende entfernt und 800 Kilometer vom Anfang. Dies ist ein leichtes Buch. Leicht zu lesen, leicht im Ton und doch getragen von einer Tiefe, die bleibt. Ich bin schon viele Jakobswege gegangen, kürzere, längere, manchmal nur Abschnitte, manchmal ganze Routen. Doch diesmal wage ich zum ersten Mal den absoluten Klassiker: den kompletten Camino Francés. 800 Kilometer von Saint-Jean-Pied-de-Port bis nach Santiago de Compostela. Diese Geschichte erzählt, wie ich über die Pyrenäen stolpere, mich inmitten von Regen und Schnee in eine "entschlossene Mülltüte" verwandle, in Tapas verliebe und in der Weite der Meseta lerne, dass Glück tatsächlich unter den Fußsohlen wachsen kann. Sie erzählt von Begegnungen, die wärmer sind als jeder Schlafsack, von Momenten, die salziger schmecken als jede Träne und jeder gegangene Zentimeter erinnert an jenen, der mir einst das Leben gerettet hat und der dieses Buch möglich machte. Es ist keine Wellnessreise, sondern eine Liebeserklärung ans Leben: voller Muscheln, Steine, Statuen und Kapellen mit Herzklopfen, mit Pilgern, die einem zeigen, dass man alles tragen kann außer das, was man für sich selbst loslassen muss. Wer dieses Buch liest, geht selbst ein Stück mit: lacht, flucht, weint, staunt und findet vielleicht genau das, was ich fand, als ich am Ende in Santiago stand: mich selbst, lebendig, verletzlich, dankbar.
Ein Buch wie der Camino: manchmal schwer, oft heiter, immer berührend und garantiert unmöglich aus der Hand zu legen.
Stefan Müffler, geboren am 10. August 1967 als krönender Abschluss von vier Kindern, wuchs in einem Haushalt auf, in dem Stoffe und Stempel den Alltag bestimmten, die Mutter war Schneiderin und der Vater Postbeamter. Er selbst entschied sich für das Handwerk, wurde Meister, Unternehmer, Gesellschafter und mit zunehmender Lebenserfahrung auch Pilger. Sein Wohnsitz liegt in Düsseldorf, seine innere Heimat irgendwo zwischen Jakobsweg und poetischer Eingebung. Nach einer Nahtoderfahrung, die ihn mehr wachgerüttelt hat als jeder Espresso, begann er zu laufen, nicht weil er es musste, sondern weil er plötzlich etwas zu sagen hatte. Über das Leben, den Weg und das, was dazwischenliegt. Literarische Erfolge? Fehlanzeige, bisher. Aber wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Dieses Buch ist sein Geschenk an alle, die schon pilgern, die noch pilgern wollen und an jene, die auf der Suche nach ein bisschen mehr Richtung im Leben sind.
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