Das Manifest des Wahnsinns setzt genau dort an, wo Der Ruf des Wassers endet. Ede, gezeichnet von den Geschehnissen in Bautzen, flüchtet sich in Alkohol, Einsamkeit und brennende Fragen. Doch die Szene der Oberlausitzer Kneipen wird bald von etwas anderem durchbrochen. Es plagen ihn Halluzinationen, Erinnerungsfetzen und der unbarmherzigen Sog der ungeklärten Fragen. Auf der Suche nach der Wahrheit hinter den alten Sagen der Region trifft Ede auf eine junge Frau, die ihre eigenen Schatten mit sich trägt. Gemeinsam folgen sie den Spuren der Geheimnisse des Wassers und des Parfums, das die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit auflöst. Ihre Reise führt sie bis ins Herz des Spreewaldes, zu einem geheimnisvollen Herrenhaus, dessen Bewohner alles andere als menschlich sind.
Zwischen Wahn, Sehnsucht und uralten Kräften verschwimmt Edes Verstand, und doch muss er weiter schreiben: sein Manifest, bevor es ihn ganz verschlingt. Ein atmosphärischer, intensiver Horrorroman über Verlust, Sehnsucht und die dunklen Legenden Ostdeutschlands.
Otto Thiemann, geboren 1994 in Bautzen, ist ein aufstrebender deutscher Autor, der mit seiner Vorliebe für dichte Atmosphäre und starke Imagination Leser*innen in ungewöhnliche Welten entführt. Er schreibt Geschichten, die unter die Haut gehen und sich aus Erinnerungsbildern und regionalen Sagen speisen. Mit der Buchreihe "Der Ruf des Wassers" legt Thiemann sein Debüt als Novellist vor. Eine Hommage an seine Heimat in der Oberlausitz und zugleich ein modernes Werk subtiler Horror- und Mythenerzählung. Seine Erzählweise ist stark von Rollenspiel-Elementen geprägt, was seinen Stil sowohl immersiv als auch eindringlich macht.
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