Zum ersten Mal liegt das Nibelungenlied vollständig in klingonischer Sprache vor. Ein Epos, das seit Jahrhunderten von Krieg, Treue, Verrat, Stolz und Untergang erzählt, findet damit endlich eine Sprache, die seinem innersten Wesen entspricht. Denn das Nibelungenlied ist kein höfischer Traum, sondern ein Kriegerstoff: hart, kompromisslos und von tödlicher Konsequenz.
Klingonen hatten bisher keinen Zugang zu diesem Epos. Jetzt haben sie ihn. Und mehr noch: Dieses Buch zeigt, dass das Nibelungenlied immer schon zur Sprache der Krieger gehörte. Die klingonische Sprache kennt keine Ausflüchte, keine falsche Milde, keine sentimentale Verklärung. Sie spricht von Ehre, Kampf und Tod, als wären sie selbstverständlich. Genau darin liegt ihre Nähe zu Siegfried, Hagen und Kriemhild.
Diese Übersetzung ist kein Spiel und kein Fanprojekt. Sie ist eine konsequente Übertragung eines europäischen Urtexts in die Sprache eines kriegerischen Weltbildes. Wer Klingonisch liest, liest hier nicht nur eine Übersetzung. Er liest ein Epos, das endlich in der Sprache der Krieger angekommen ist.
Ein Buch für alle, die wissen, dass große Geschichten nicht gezähmt werden wollen. Ein Buch für jene, deren Gemüt Kampf versteht. Ein Buch, das zeigt: Dieses Epos gehört den Klingonen.
Herold zu Moschdehner ist Autor, Übersetzer und Grenzgänger zwischen Sprachen und Weltbildern. In jahrelanger meditativer Praxis und durch bewusst gesteuerte Astralreisen erforschte er außerliterarische Erfahrungsräume, darunter auch die kriegerisch geprägten Welten der Klingonen. Dort eignete er sich die Sprache tlhIngan Hol nicht als Lernsystem, sondern als Denkform an.
Seine Arbeit folgt keiner akademischen Schule, sondern einer inneren Logik von Disziplin, Wiederholung und Konzentration. Sprache versteht er als Ausdruck von Haltung, nicht als Ornament. Aus dieser Perspektive entstand die vollständige Übertragung des Nibelungenliedes ins Klingonische. Nicht als Experiment, sondern als notwendige Begegnung zweier Epen.
Herold zu Moschdehner lebt zurückgezogen und arbeitet an Projekten, die sich bewusst jenseits literarischer Moden bewegen. Seine Texte richten sich an Leserinnen und Leser, die Sprache als Raum begreifen und bereit sind, ihn zu betreten.
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