Die Opernsolistin Rebekka Susanne Bräm schreibt eine Abrechnung über die zeitgenössische Praxis der Opernaufführung, die in den letzten 15 Jahren mehr und mehr dem Regietheater zum Opfer gefallen ist. Sie zeigt auf, wie absurd viele der Regieanweisungen sind und wie würdelos sich die Sängerinnen und Sänger von Regisseuren behandelt fühlen können, wenn deren Intuition für die Musik und die dazugehörenden Emotionen keine Berücksichtigung finden. Sie plädiert dafür - nicht im Sinne eines Konservatismus -, sich auf die Ursprünglichkeit der einst gedachten Opernstücke zu besinnen und sie nicht postmodern zu interpretieren, sondern sich auf das Gemeinte einzulassen. Im wohligen Ambiente eines Hotpot, einem Badetopf, den sie sich aus Ärger während des Berufsverbots für Künstler in den Garten geholt hat, entzieht sie sich der Machtpolitik und findet die Muße über Fehlinterpretationen über Künstler und Werke, Machtmissbrauch, Cancel Culture, Prüderie und den Verlust von Qualität in der Oper zu sinnieren. Das alles geschieht in einem Gedankenstrom, an dem die Leserinnen und Leser quasi in den Kopf der Autorin sehen können, garniert mit eigenen Postings aus Social-Media-Kanälen und Fotos der letzten Jahre.
Die Opernthematik zieht sich als roter Faden durch die ganze Biografie der Autorin hindurch. Rebekka Susanne Bräm fällt bereits als Kleinkind mit ihrem gesanglichen Talent auf. In Karlsruhe studiert sie Gesang, Gesangspädagogik und Schulmusik. Ihre solistischen Ziele und die von ihrer Lehrerin KS Christa Lehnert vorausgesagte grosse Karriere, werden jedoch immer wieder durch verschiedene Ereignisse überschattet. Nach ihrem sehr erfolgreichen Solistendebut im Bereich Oper mit der "Dido" (H. Purcell) beendet sie noch das Schulmusik-Studium. Zurück in der Schweiz singt sie vorübergehend als professionelle Chorverstärkung am Opernhaus Zürich, um ihrer schweren Stimme Zeit zu lassen, was sich aber bald als Kampf um professionelle Rechte entpuppt, als sie wieder auf den Solostatus zurück möchte. Begnadet mit einer überdurchschnittlichen Stimmqualität absolviert sie deshalb noch ein Certificate Advanced Performance Klassik Gesang an der Zürcher Hochschule der Künste. Mit Liederabenden fasst sie ab 2015 solistisch wieder Fuss, wird ab 2017 mit Aufnahmen weltweit öffentlich und konzentriert sich ab 2017 auf das schwere Stimmfach, für das ihre Stimme geradezu prädestiniert ist. Gleichzeitig geht die jahrelang bühnenerfahrene Opernsängerin dem Regietheater sowie Missständen in der Opernbranche auf die Spur und schreibt mit "Das Theater mit dem Regietheater - die Oper braucht ihre Würde zurück!" ihr erstes Buch.
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