Bad Doberan hat einen Buchladen, den man leicht übersieht. Und einen alten Buchhändler, der zusehen muss, wie draußen Kinder und Erwachsene vorbeiziehen, den Blick fest an ein leuchtendes Rechteck geheftet. Die Kasse wird dünn, die Miete bleibt pünktlich. Also versucht er alles: Schaufensterideen, Aktionen, kleine Lego Welten. Nur mithalten kann man mit der neuen Zeit schlecht, wenn man aus Papier gemacht ist. Was tut ein Mensch, wenn er glaubt, etwas Wertvolles retten zu müssen, und die Welt trotzdem weiterklickt? Wo endet ein guter Gedanke, und wo beginnt eine schlechte Tat? Eine heiter traurige Geschichte über Ablenkung, Sehnsucht nach Stille, und die gefährliche Versuchung, andere zum Lesen bringen zu wollen.
Herold zu Moschdehner ist Autor, Herausgeber und Sammler eigensinniger Stoffe. Er veröffentlicht in rascher Folge Bücher, die zwischen Satire, Alltagsbeobachtung und literarischer Spielerei pendeln und dabei gern dort suchen, wo andere achtlos vorbeigehen. Seine Texte sind mal heiter, mal unerquicklich, aber stets von der Frage getragen, wie Menschen ticken, woran sie glauben und was sie sich heimlich wünschen. Wenn er nicht schreibt, ordnet er Fundstücke, entwirft neue Buchideen und betrachtet die Welt mit jenem schmalen Lächeln, das mehr bemerkt, als es verrät.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.