Mit nur 21 Jahren beginnt für den jungen Leutnant der erste Weltkrieg. Er hält seine Kriegserlebnisse an der Ostfront bis zum Einsatz als Bataillonsführer der Infanterie in den Schlachten der Westfront in Tagebüchern fest, die er nach Kriegsende handschriftlich zusammenfasste. Er beschreibt den Kriegsalltag im Kampf, Durchhalten und Überleben und nimmt kritisch Stellung zur Operationsführung, Taktik und Kampfweise. Er beschreibt Grundsätze der Führung im vorgesetzten und unterstellten Bereich. Er verweist auf die zeitlos gültigen Tugenden des Soldaten: Tapferkeit, Kameradschaft, Treue gegenüber dem Vaterland, Entschlussfreude, Durchhaltefähigkeit und Pflichterfüllung. Diese Tugenden sind auch heute in den kriegsnahen Auslandseinsätzen der Bundeswehr Grundlage der Führung. 100 Jahre später veröffentlicht sein Sohn, Generalmajor a.D. Friedrich v. Senden, diese authentischen Aufzeichnungen einer Lebensgeschichte vor dem Krieg und der Erlebnisse als Offizier im 1. Weltkrieg nach vorliegenden Quellen, Bildern und Karten.
Eberhard v. Senden wurde am 18.08.1893 in Gerbin, Kreis Schlawe in Hinterpommern geboren
Friedrich Freiherr von Senden
Friedrich v. Senden wurde am 19. März 1942 in Birkenwerder - Regierungsbezirk Potsdam als Ältester von Drillingen geboren. Sein Vater Eberhard gilt seit Februar 1945 als im Krieg vermisst. 1954 verlässt die alleinerziehende Mutter die DDR mit den Kindern. Das Leben in der Diktatur der DDR wirkte prägend auf seine Entscheidung, Offizier zu werden, um für Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Einheit einzutreten. Nach dem Abitur 1964 in Hannover, beginnt er seinen Dienst in der Bundeswehr als Offizieranwärter beim Panzerbataillon 84 in Lüneburg.
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