Ein Jahr ist vergangen, seit Bastien verschwunden ist.
Oben bleibt er der Junge, der nicht zurückgekommen ist. Seine Eltern müssen mit einer Leere leben, für die es keine Antwort gibt, und Henri sucht weiter, obwohl alle anderen längst gelernt haben, vorsichtiger zu hoffen.
Unten lebt Bastien inzwischen in der Innerwelt. Er versteht ihre Sprache besser, kennt ihre Wege und weiß, wann das Licht in den Wänden einen neuen Tag ankündigt. Trotzdem bleibt vieles fremd. Er vermisst den Himmel, seine Familie, den Hof am Le Clévieux und alles, was früher selbstverständlich war.
Dann kommt er in den Lernkreis.
Dort begegnet Bastien einer Form von Wahrnehmung, die er zuerst kaum begreifen kann: einem gemeinsamen inneren Raum, der nicht sichtbar ist und dennoch von mehreren Wesen zugleich getragen und geprüft wird. Eindrücke werden abgelegt, gefunden, verwechselt, falsch gedeutet oder klarer erkannt. Für Bastien fühlt sich das zunächst wie Vorstellung an, doch nach und nach merkt er, dass dieser Raum mehr ist als Fantasie.
Später beginnt Tharesh, mit ihm allein zu arbeiten. Bei ihm lernt Bastien, was in der Innerwelt hinter vielen Fähigkeiten steht: Aufmerksamkeit, Resonanz, innere Ordnung, Senden und Empfangen, das Steuern von Licht und schließlich den ersten vorsichtigen Umgang mit Veyr, den Durchgängen der Tiefe.
Was für Bastien zuerst wie Magie wirkt, folgt eigenen Regeln. Je mehr er lernt, desto stärker wächst auch die gefährliche Frage, ob sich vielleicht eines Tages etwas nach oben senden lässt.
Während Bastien unten versucht, sich nicht selbst zu verlieren, kommt Henri oben einer Spur näher, die ihn tiefer erschüttert als alles zuvor. Zwischen der Welt unter der Erde und der Oberwelt entsteht ein leiser, unsicherer Widerhall.
Band 3 verbindet Mystery, Fantasy und PSI-Motive zu einer Geschichte über Verlust, Wahrnehmung, innere Räume, Resonanz und die Frage, ob eine fremde Welt antworten kann, ohne den Weg zurück freizugeben.
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