Die innere Bedeutung und die verborgene Verbindung von Jesus (dem Siegel der Heiligkeit) und Mohammed (dem Siegel der Propheten) sind von derartiger religionsphilosophischer Tiefe und Tragweite, dass es zu ihrer Auslotung und Deutung eines theosophischen Genies bedurfte, wie es in der Geschichte der islamischen Mystik neben Ibn Arabi wahrscheinlich kein zweites gab.
Die verblüffenden, oft atemberaubenden Einsichten, die der »größte Scheich« des Sufismus in diesem um das Jahr 1200 entstandenen Werk zutage fördert, lassen den gemeinsamen innersten Kern von Judentum, Christentum und Islam aufleuchten und heben das ganzheitliche Verständnis der drei Ausdrucksformen abrahamitischer Spiritualität auf eine fast schwindelerregende Stufe.
Das von den Ibn-Arabi-Kennern Gerald Elmore und Wolfgang Herrmann sachkundig übersetzte und kommentierte Buch handelt von den erstaunlichen Zusammenhängen der Ersten Ursachen und der Letzten Dinge in der persönlichen Heilsgeschichte des Einzelnen wie auch in der Schöpfung und der Menschheit als Ganzem (also ihrem mikro- und ihrem makrokosmischen Spiegel).
Trotz seiner schönen poetischen Sprache ist der «Anqa mughrib» ein anspruchsvolles Studienbuch für geistige »Tiefseetaucher«, die im »Ozean ohne Küste« nach den Perlen und Juwelen wahrer Weisheit suchen, aber auch für alle, die sich die geheimnisvolle Selbsterkenntnis des »verborgenen Schatzes« vom Muhyiddin, dem großen »Erneuerer des Glaubens«, erhellen lassen möchten.
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