Der Schnee gibt frei, was das Dorf begraben wollte.
Vierzig Jahre nach dem Verschwinden dreier junger Menschen taucht in Val Tuor eine Leiche im Eis auf. Der pensionierte Ermittler Konrad Bärwald kehrt an den Ort seines grössten Versagens zurück. Doch je näher er der Wahrheit kommt, desto deutlicher wird, dass nicht nur ein Mord vertuscht wurde. Kinder wurden verschoben, Namen gelöscht, Akten gefälscht, Leben neu verteilt.
Zwischen einem alten Kinderheim, einer Bergbahn, einem Pfarrhaus und einem Hotelimperium stossen Bärwald, Mira Renggli und Maarit Koskinen auf eine Ordnung des Schweigens, die jahrzehntelang Bestand hatte.
Aber Schnee von gestern verschwindet nicht. Er wird Wasser. Und Wasser findet jeden Riss.
Adrien Noirval schreibt literarische Kriminalromane über Schuld, Herkunft und die dunklen Mechanismen geschlossener Gemeinschaften. Seine Geschichten verbinden psychologische Spannung mit gesellschaftlicher Tiefe und einer atmosphärischen Sprache, die das Verbrechen nicht nur als Tat, sondern als Symptom einer ganzen Ordnung begreift.
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