Im Grambower Moor im Jahr 1860 sticht Johann Torf und erzählt davon, als säße man mit ihm am Feuer. Von den Tagen, die früh anfangen und nach nassem Holz riechen. Von Männern, die einander aufziehen und doch zusammenhalten. Von Stullen, die plötzlich nach Heimat schmecken, wenn der Wind dreht. Von Tieren, die näher sind als in jedem Wald, weil das Moor sie trägt und versteckt.
Wer aus Grambow kommt oder die Gegend kennt, erkennt das Licht wieder, die Wege, das Wasser, die Stimmung zwischen Dorf und Moor. Und wer nicht von hier ist, versteht spätestens nach wenigen Seiten, warum man solche Landschaften nicht nur besucht, sondern in sich behält. Eine heitere Erinnerung aus Arbeit und Natur, mit rauen Kanten und stillen Momenten, wie sie nur dort entstehen, wo der Boden mehr weiß als die Menschen.
Herold zu Moschdehner, geboren in Bobitz, ist Autor und Herausgeber mit einer Vorliebe für das Übersehene und das Unterschätzte. Seine Texte kreisen um norddeutsche Landschaften, um behauptete Archive, um Randfiguren, Berufe und Milieus, die selten im Rampenlicht stehen. Dabei verbindet er heitere Genauigkeit mit einem Sinn für das Unheimliche, das im Alltäglichen mitschwingt.
Moschdehner lebt und arbeitet in Mecklenburg, sammelt Geschichten wie andere Steine, und verwandelt Beobachtungen aus Dörfern, Mooren und Städten in literarische Reportagen, Anekdoten und Dokumente, die klingen, als hätten sie schon immer irgendwo in einer Schublade gelegen.
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