Der knapp vierzigjährige Bauingenieur Kurosh Kashani muss Hals über Kopf aus Glaubensgründen den Iran verlassen und flieht über die Türkei und Griechenland nach Deutschland. Wegen einer Unterschlagung der Dokumente zu seinem Asylverfahren sieht er sich gezwungen, das Land zu verlassen. Während des Wartens am Strand von Calais und der lebensgefährlichen Flucht über den Ärmelkanal erinnert Kurosh sich an sein Leben im Iran und an die zwei Jahre in Deutschland, wo er die Liebe seines Lebens kennenlernte. In Großbritannien durchlebt er ähnliche Prozeduren wie in Deutschland und fasst schließlich Fuß in Schottland. Von dort aus kämpft er weiter um seine Verlobte, bis er von seiner Mutter am Telefon von ihrer angeblichen Hochzeit erfährt.
Aus der Ich-Perspektive beschreibt der Protagonist sein acht Jahre währendes Drama und die entsetzliche Flucht in einem Schlauchboot von Calais nach Dover. Auf sich allein gestellt, helfen ihm sein christlicher Glaube und Verse persischer Lyrik. In Großbritannien gelingt ihm ein beruflicher Neubeginn. Er gelangt wieder zu Wohlstand und Ansehen, doch die Liebe seines Lebens wird ihm durch die rigider gewordene Asylpoltik verwehrt.
Martina Anett Köllner wurde 1958 in Kiel geboren. Nach ihrem Magister Artium in Romanistik und Kunstgeschichte verbrachte sie zehn Jahre in Hamburg und seit 1997 wohnt sie in Bayern. Sie gestaltete ihre berufliche Laufbahn über drei Jahrzehnte in beratender Tätigkeit in der Informationstechnologie.
Als Autorin startete sie mit ihrem 2020 im Verlag BoD veröffentlichten Erstlingswerk Die am Meer Wohnen in Gedenken an ihre verstorbenen Eltern.
Diese Familiengeschichte erweiterte die Autorin in den Folgejahren und veröffentlichte 2025/26 eine Neuinterpretation des Romans in deutscher und englischer Sprache in zwei Teilen im Rediroma Verlag: Butter statt Kanonen sowie Bittersüße Bowle.
Das jüngste Werk der Autorin, Die Akte Kurosh Kashani, ist ihre erste Novelle, erschienen bei BoD.
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