Der Name Ernst Höllerhagen ist in der Musikgeschichte weitgehend in Vergessenheit geraten, obwohl er in der Mitte des zwanzigsten Jahrhundert wie zur Zeit der Swingära für die europäische Jazzwelt einen sehr guten Klang hatte. Unzählige Plattenaufnahmen zeugen davon, wie gefragt der begabte Klarinettist und Saxophonist war. Die Lebensgeschichte Ernst Höllerhagens, der in Wuppertal-Barmen geboren wurde, ist auch eine Zeitreise in das Berlin der 30er Jahre. Swing und Jazz, das war Ausdruck eines Lebensgefühls. Auf die Frage: »Sind Sie Nationalsozialist?« hat Ernst Höllerhagen bezeichnenderweise geantwortet: »Nein,– ich bin Saxophonist!« Das Berührende an der Biographie Höllerhagens – ein Leben swingend zwischen musikalischen Höhenflügen und Abstürzen im Privaten – ist, dass er sich und der Liebe zu seiner Musik in den entscheidenden Augenblicken seines Lebens treu geblieben ist. Davon erzählt diese Biographie – und vom Jazz und Swing in den verrückten Zeiten der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.
Heiner Bontrup, geboren 1960, hat in Wuppertal Literaturwissenschaft und Philosophie studiert und war Lehrbeauftragter an der Universität Wuppertal für Didaktik der Philosophie. Er hat bundesweite Bildungsprojekte und -wettbewerbe konzipiert. Nach dem Studium Ausbildung zum Fachzeitschriftenredakteur, danach Presse- und Öffentlichkeitsreferent der Stadt Duisburg. Heute arbeitet er als Lehrer sowie als Autor und freier Kulturjournalist. Redaktionelle Mitarbeit an verschiedenen Literaturanthologien. Koautor des Buchs »Sounds like Whoopataal – Wuppertal in der Welt des Jazz«. Nach »German Song« und »Jazz unterm Hakenkreuz – die Ernst Höllerhagen-Story« ist »Der Abend kommt als Kubist« das dritte Hörstück des Wuppertalers. Heiner Bontrup ist Stellvertretender Vorsitzender der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft.
E. Dieter Fränzel
Kulturarbeiter / Medienpädagoge. geboren 1935 in Wuppertal, hat seit den 1960er Jahren Konzerte und Festivals organisiert. 1958 gründete er die Interessengemeinschaft Jazz Wuppertal, 1964 die ZEIT- KUNST-Gesellschaft, ab 1968 war er Leiter des Aktionszentrums »impuls«, 1974 Mitbegründer des Kommunikationszentrums Wuppertal »die börse«. Fachbereichsleiter in der kommunalen Kulturarbeit ab 1976 in Unna und ab 1989 in Wuppertal, Projektleiter der »Interkulturellen Begegnungen«. Sprecher des Beirats der Peter Kowald Gesellschaft / ort e.V., Kurator der Konzertreihe »KlangArt im Skulpturenpark«. Veröffentlichungen zu Jazz, Kommunikationszentren und Soziokultur in verschiedenen Publikationen. Herausgeber des Buches »Sounds like Whoopataal – Wuppertal in der Welt des Jazz«, Klartext Verlag Essen 2006. Aufbau eines Archivs zur regionalen Kulturgeschichte des Jazz.
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