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Die revolutionären Obleute und der November 1918
Zur Verschränkung von institutioneller Revolution und Rätebewegung
ePUB
545,3 KB
DRM: Wasserzeichen
ISBN-13: 9783750440104
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 17.02.2020
Sprache: Deutsch
Barrierefreiheit: Eingeschränkt zugänglich
erhältlich als:
CHF 8.00
inkl. MwSt.
sofort verfügbar als Download
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Mehr InfosSeit mehr als fünfzig Jahren sind die revolutionären Obleute als Sprecher der oppositionellen Betriebsvertrauensleute der Berliner Rüstungsbetriebe fester Bestandteil der Geschichtsschreibung zur Novemberrevolution. Eine umfassende Studie zu ihnen gibt es bislang jedoch nicht. Stellvertretend für die bereits existierenden zahlreichen lokalen Arbeiterräte wollten die revolutionären Obleute am 9. November 1918 die Macht im Reich übernehmen. Die institutionelle Revolution von Staatsbürokratie und SPD kam ihnen jedoch zuvor. Am 10. November bildeten SPD und USPD die provisorische Regierung der Volksbeauftragten, die mit dem Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte Berlins eine Verschränkung ihrer Institutionen vereinbarte. Dieses Arrangement hielt nur kurze Zeit. Währenddessen wurde der Burgfriede von seinen Akteuren als kalter Bürgerkrieg fortgesetzt, ab dem 6. Dezember flankiert von konterrevolutionären Militäraktionen.
Die revolutionären Obleute konnten auf dem nationalen Rätekongress ihre Konzeption einer Republik von Arbeiterräten nicht gegen die Anhänger eines demokratischen Parlamentarismus durchsetzen. Nachdem der Übergangsregierung Legislative und die Exekutive übertragen worden war, gerieten die revolutionären Obleute zunehmend zwischen die Fronten von Regierung und KPD.
Die revolutionären Obleute konnten auf dem nationalen Rätekongress ihre Konzeption einer Republik von Arbeiterräten nicht gegen die Anhänger eines demokratischen Parlamentarismus durchsetzen. Nachdem der Übergangsregierung Legislative und die Exekutive übertragen worden war, gerieten die revolutionären Obleute zunehmend zwischen die Fronten von Regierung und KPD.
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Oktober 2020
Die revolutionären Obleute repräsentierten als Betriebssprecher die für die Kommunikation zwischen Basis und Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes zuständigen Betriebsvertrauensleute in den Berliner Rüstungsbetrieben, die sich während des Ersten Weltkrieges aus Protest gegen den Krieg von der Gewerkschaftsführung und der Sozialdemokratie abgewandt hatten. In der Forschung fanden diese oppositionellen Betriebsvertrauensleute vor allem durch die drei von ihnen vorbereiteten politischen Massenstreiks im Krieg, die Ereignisse nach Ausbruch der Revolution und ihre Teilnahme am Rat der Volksbeauftragten Berücksichtigung. Dennoch fehlte bislang eine Gesamtdarstellung über diese Gewerkschaftsopposition.
(...)so stellt die Studie von Dirk H. Müller doch einen wichtigen Beitrag zur Erforschung dieser bislang von der Forschung eher stiefmütterlich behandelten Akteure der Revolution von 1918/19 dar.(...)