Wenn von Leistung gesprochen wird, sind meist Erwerbsarbeit, Produktivität und Wachstum gemeint. Doch was ist mit all jener Arbeit, die keinen Lohnzettel erzeugt; aber dennoch unverzichtbar ist? Die unsichtbare Stütze zeigt, dass unsere Gesellschaft nicht an mangelnder Arbeitsbereitschaft leidet, sondern an einer strukturellen Fehlwahrnehmung von Arbeit selbst. Anhand zentraler gesellschaftlicher Bereiche analysiert das Buch, wie unbezahlte Mehrarbeit systematisch ausgelagert wird: in Familien, in Ehrenämter, in private Verantwortung. Es beleuchtet die geschlechtsspezifische Verteilung dieser Arbeit, ihre gesundheitlichen Folgen, ihre ökonomische Bedeutung und ihre politische Verdrängung. Dabei wird deutlich: Die Krise liegt nicht im Individuum, sondern im System. Dieses Buch ist kein moralischer Appell, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme; und zugleich eine Einladung, Arbeit neu zu denken. Als gesellschaftliche Leistung. Als politische Kategorie. Als Grundlage von Zukunftsfähigkeit.
Thomas Schröter ist Schriftsteller und Philosoph, der sich intensiv mit den komplexen Zusammenhängen zwischen Technik, Gesellschaft und menschlichem Denken beschäftigt. In seinen Werken erforscht er die Grenzen der Freiheit, die Macht der Überwachung und die Verbindung zwischen Individuum und Gesellschaft. Mit scharfsinnigen Analysen und fesselnden Geschichten entwirft Schröter dystopische Welten, die beunruhigend real wirken, und stellt grundlegende Fragen über die Zukunft der Menschheit.
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