Lydia Weber ist unscheinbar. Die Stimme am Empfang, freundlich, austauschbar, überhörbar. Ihr Alltag besteht aus langweiligen Telefonaten, höflichen Floskeln und dem Gefühl, für niemanden wirklich zu existieren. Bis eines Tages eine neue Nachbarin in ihr Leben tritt und kurz darauf spurlos verschwindet.
Was zunächst wie ein gewöhnlicher Vermisstenfall wirkt, hinterlässt bei Lydia ein beunruhigendes Gefühl. Ein offener Türspalt. Ein Notizbuch voller Angst. Und ein Satz, der sich in ihr festsetzt: Ich darf niemandem vertrauen. Als Lydia beginnt nachzuforschen, stößt sie auf Ungereimtheiten und auf einen Mann, der zu viel weiß. Ein Kommissar, ruhig, kontrolliert, scheinbar unantastbar. Doch hinter seiner Fassade verbirgt sich etwas Dunkles. Etwas, das Lydia längst ins Visier genommen hat. Plötzlich ist sie nicht mehr nur Beobachterin, sondern Teil eines Spiels, in dem jede falsche Entscheidung tödlich enden kann. Beweise verschwinden. Wahrheiten werden verdreht. Und während sich die Schlinge immer enger zieht, wird Lydia klar: Wenn sie jetzt wieder schweigt, wird sie die Nächste sein.
Ein psychologischer Thriller über Angst, Wahrnehmung und den Moment, in dem eine unsichtbare Frau beschließt, nicht länger wegzusehen.
Søren Mika Nystrøm wurde 1965 in einer norddeutschen Kleinstadt geboren, in der er bis heute lebt. Die Nähe zur Küste und die beständige Ruhe des Ortes haben seinen Blick auf Menschen und ihre unausgesprochenen Spannungen früh geprägt. Nystrøm gilt als zurückhaltend und lebt bewusst ohne größere öffentliche Präsenz.
Er ist unverheiratet und führt ein weitgehend unauffälliges Leben, das sich zwischen Arbeit, Alltag und stiller Beobachtung bewegt. Neben seiner beruflichen Tätigkeit widmet sich Nystrøm dem Schreiben literarischer Kurzformen. Besonders in Kurzgeschichten und Psychothrillern beschäftigt er sich mit Wahrnehmung, Isolation und den leisen Verschiebungen menschlichen Verhaltens.
Nystrøm selbst vermeidet Interviews und öffentliche Auftritte. Über seine Arbeit sagt er selten mehr als nötig. Literatur sei für ihn, so eine seiner wenigen bekannten Aussagen, "ein Versuch, das zu beschreiben, was Menschen nicht aussprechen".
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