Die Malerin Dorothea Stock gehört zu den wichtigsten Malerinnen um 1800 in Dresden und wurde bisher nur unzureichend gewürdigt. Geboren und aufgewachsen in Leipzig, lebte sie von 1785 bis 1815 in Dresden und schuf dort den Großteil ihrer Zeichnungen, Pastelle und Gemälde. Die facettenreiche Biografie lässt ein vielseitiges Geflecht ihrer persönlichen Beziehungen zu bekannten Persönlichkeiten der Zeit entstehen. Zum Kreis der Familie Körner, bei der Dora Stock wohnte, gehörten unter anderem so bekannte Namen wie Friedrich Schiller, Heinrich von Kleist, Dorothea von Kurland, Novalis und Elisa von der Recke. Dora Stock konnte als unverheiratete und gebildete Künstlerin ihren Neigungen in der Musik, der Malerei und dem Laientheater intensiv nachgehen. Die Anerkennung ihrer künstlerischen Fähigkeiten durch die Zeitgenossen bezeugt die Qualität ihrer Werke. Diese werden in einem Werkverzeichnis umfassend vorgestellt. Ausführlich werden in Briefen auch persönliche Konflikte und Schicksalsschläge erörtert, wie die Lösung der langjährigen Verlobung mit Ludwig Ferdinand Huber oder der Tod von Theodor und Emma Körner. Das reich bebilderte Buch stellt Dora Stock als Mitglied des Körnerschen Kreises inmitten einer Umbruchszeit in Dresden und Berlin Anfang des 19. Jahrhunderts dar und gibt Einblicke in die Geisteswelt einer Künstlerin, die bisher kaum wahrgenommen wurde.
Die Sängerin, Musikwissenschaftlerin und Autorin Romy Petrick hat 2010 über Dresdens bürgerliches Musik- und Theaterleben im 18. Jahrhundert promoviert. 2017 ist ihr erster Roman Die Entführung der Primadonna erschienen. Sie publiziert zu verschiedenen Themen des Dresdner Kulturlebens.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.