Durch den Kaukasus zur Wolga
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Durch den Kaukasus zur Wolga

Aus dem Norwegischen übersetzt von Theodor Geiger

Fridtjof Nansen

Geschichte & Biografien

Hardcover

204 Seiten

ISBN-13: 9783966625883

Verlag: Boer

Erscheinungsdatum: 10.06.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Klassiker der Länderkunde, Entdeckungen und Forschung, Geschichte Südrusslands, Geschichte der Kaukasusländer, Bericht über unbekannte Länder

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Die Fortsetzung der Armenien-Reise, auf der Nansen wiederum die unbekannten Völker des Kaukasus und ihre Freiheitskämpfe schildert

Während meiner Bemühungen, die grauenhaften Folgen der schweren Hungersnöte von 1921 und 1922 in Rußland zu mildern, traf ich in Moskau den Präsidenten der Republik Dagestan, Samursky. Auch in Dagestan war die Not groß, und Samursky bat mich inständig, die Zustände mit eigenen Augen kennenzulernen und nach Möglichkeit zu helfen. Ich konnte seinem Ruf damals nicht folgen und schickte nur einen Vorrat notwendiger Heilmittel, doch versprach ich, ihn später einmal bei Gelegenheit zu besuchen. So hatte ich denn jetzt von ihm und seiner Regierung eine herzliche telegraphische Einladung bekommen, über Dagestan nach Hause zu reisen. Ich konnte nicht widerstehen und telegraphierte zurück, daß Quisling und ich über Wladikawkas nach Dagestan kommen würden.

Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1930, erschienen im Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig. Die alte deutsche Rechtschreibung wurde beibehalten.
Fridtjof Nansen

Fridtjof Nansen

Fridtjof Nansen (1861-1930), norwegischer Zoologe, Polarforscher und Friedensnobelpreisträger, studierte Zoologie an der Universität von Christiania. Ab 1897 widmete er sich der damals noch jungen Forschungsdisziplin Ozeanographie, unternahm hierzu mehrere Forschungsreisen hauptsächlich in den Nordatlantik und war an der Entwicklung von Gerätschaften für die Meeresforschung beteiligt. Als Polarforscher durchquerte er 1888 als Erster Grönland über das Inlandeis und stellte während seiner Nordpolarexpedition (1893-1896) gemeinsam mit Fredrik Hjalmar Johansen am 8. April 1895 mit einer geographischen Breite von 86° 13,6' N einen neuen Rekord in der bis dahin größten erreichten Annäherung an den geographischen Nordpol auf. Er revolutionierte die Techniken des polaren Reisens und beeinflußte damit alle nachfolgenden Expeditionen in Arktis und Antarktis. Bei den Bestrebungen zur politischen Unabhängigkeit Norwegens nahm Nansen als einer der angesehensten Bürger seines Landes eine Schlüsselfunktion ein. Im Jahr 1905 war er ein vehementer Verfechter für die Beendigung der seit 1814 bestehenden schwedisch-norwegischen Personalunion und half bei der Inthronisation des damaligen Prinzen von Dänemark zum norwegischen König Haakon VII. Zwischen 1906 und 1908 arbeitete Nansen im diplomatischen Dienst in London, wo er an den Verhandlungen zur völkerrechtlichen Anerkennung der Souveränität Norwegens beteiligt war. Im letzten Jahrzehnt seines Lebens diente Nansen als Delegierter und Hochkommissar für Flüchtlingsfragen dem nach dem Ersten Weltkrieg gegründeten Völkerbund. In dieser Zeit initiierte er den nach ihm benannten Nansen-Paß für staatenlose Flüchtlinge. Hierfür und für seine Verdienste um die internationale Flüchtlingshilfe erhielt er 1922 den Friedensnobelpreis.

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