Nicht Intelligenz, auch nicht Selbstbewußtsein oder Bewußtsein, sondern Selbstreflexion bezeichnet die spezifisch menschliche Erkenntnisfähigkeit. Sie ist die Fähigkeit, sich selbst und sein Tun zum Gegenstand gewinnen zu können, wodurch sie zur Grundlage von Rationalität und Moralität wird und die Differenz von Personen gegenüber bloßen Sachen markiert. Die Frage, wie diese Fähigkeit möglich und begriffsanalytisch zu verstehen ist, verweist auf einige ungelöste Probleme der Erkenntnistheorie. Ihre Beantwortung führt zu einem neuen erkenntnistheoretischen Ansatz jenseits aller cartesianischen Polarisierungen und verhilft zu der höchsten bzw. letzten Selbsterkenntnis.
Dr. phil. Ulrich Will, Dipl.- Ingenieur der Elektrotechnik. Langjährige Lehr- und Forschungstätigkeit in Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie und KI.
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