Schlagworte: Informationsüberflutung, Exzessiver Konsum negativer Nachrichten, Ständiger Erreichbarkeitsdruck, Vergleichsdruck und Inszenierung auf sozialen Plattformen, Vertrauensverlust und Verunsicherung durch Fake News
Noch nie war das Leben so vernetzt, so schnell und so fordernd. Informationen sind jederzeit verfügbar, doch die Fähigkeit, sie zu verarbeiten, ist begrenzt. Das Buch untersucht die Folgen dieser permanenten digitalen Beschleunigung - von Informationsflut und Erreichbarkeitsdruck bis zu Angststörungen, Erschöpfung und Vertrauensverlust. Der Begriff Digital Burnout beschreibt hierbei nicht bloß individuelle Müdigkeit, sondern ein systemisches Phänomen: Eine Gesellschaft im Dauer-Scroll-Modus, die sich in Echtzeit überfordert.
Arved Westerkamp, geboren 1967 in der Schweiz, lebt heute in Süddeutschland. Er schreibt nicht, um zu erklären, sondern um Zeuge zu sein. Für ihn ist das Schreiben ein fortgesetztes Hinhören auf jene Zwischentöne, die im Lärm des Alltags oft untergehen. In seinen Texten sucht er keine lineare Perfektion, sondern jenen ehrlichen Rhythmus aus Wachen und Schlafen, Lärm und Schweigen, der unser Dasein bestimmt. Geprägt von der Überzeugung, dass Nachdenklichkeit eine Form von Handlung und Innehalten eine erzählerische Kraft ist, schafft er Räume statt fertiger Antworten. Seine Sprache will nicht behaupten, sondern atmen; sie sucht Worte, die nicht lauter sind als das, was sie meinen. In einer Zeit der permanenten Reaktion versteht er das Hören als Form des Widerstands. Mit diesem Buch lädt er dazu ein, das Lesen als Übung in Aufmerksamkeit zu begreifen - ein Kreisen um den Moment, bis zwischen den Zeilen genug Raum für das eigene Ich entsteht.
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