Wieder sind es 100 Gedichte, und wieder steht allein das Dasein des Menschen im Mittelpunkt dieser Dichtung, und wieder blättert Rainer Popp in sprachlicher Ästhetik die Fülle seines verheißungsvollen Wortschatzes auf - vor seinem Leserpublikum in einem Kaleidoskop des Denkens, des Fühlens, des Erinnerns, des Beobachtens und der Fantasie. Es geht dabei um herausragende Kernfragen, die unsere Existenz ausmachen - die Endlichkeit, die Ohnmacht, die Verzweiflung, die Angst, die Unterwerfung, die Verlorenheit, die Träume, die Alpträume, die Liebe, der Hass, das Leid, die Gier, die Geilheit, die Demut, der Hochmut, die Schmach, das Erbarmen, die Verbitterung, die Hoffahrt, die Ausweglosigkeit, der Verrat, die Treue und das Streben nach dem Glück des eigenen Lebens. Und ebenso dringlich widmet er sich in diesen Versen dem Verlangen, der Verachtung, der Verdorbenheit, der Verheißung, der geistigen Verwesung, der Verruchtheit und der immer wiederkehrenden Verblendung.
Rainer Popp, geboren am 24. März 1946 in Staßfurt (Sachsen-Anhalt), lebt seit 1989 als Schriftsteller und Journalist in Köln. Er ist Autor von mehr als zwei Dutzend Büchern; darunter vierzehn Romane. Er schreibt auch Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke. Uraufführung von Bin gewesen, habe gehabt (Drama in drei Akten) am 24. Oktober 2003 im Kölner Theater Tiefrot. Regie: Wolfram Zimmermann. Jenny: Marina Jung. Bruno: Volker Lippmann. Zu Beginn der Sommerferien 1951 floh die Familie nach politischer Verfolgung und Freilassung seines Vaters aus Stasi-Haft, der als Oberstudiendirektor am heimatlichen Gymnasium Deutsch, Geschichte und Geographie lehrte, aus der damaligen DDR in den freien Teil Deutschlands; zunächst nach Bad Harzburg, dann nach Goslar an den Rand des Harzes. Bereits im Alter von 15 Jahren begann Rainer Popp Gedichte und Erzählungen zu schreiben; erste Veröffentlichungen erfolgten drei Jahre später. Als Gymnasiast in der Unterprima wurde er Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS). Sein beruflicher Werdegang: Nach einem Volontariat von zwei Jahren bei der Goslarschen Zeitung wechselte er als Chefreporter zum Donau-Kurier nach Ingolstadt und anschließend als politischer Redakteur und Ressortleiter Zeitgeschehen in die Zentralredaktion der Westdeutschen Zeitung nach Düsseldorf. Er war Hauptstadt-Korrespondent der Bonner Nachrichtenagentur Deutscher Depeschendienst (ddp) und danach (in Doppelfunktion) Chefredakteur von RTL-Radio und RTLplus-Fernsehen; außerdem Direktor des deutschen Programms von Radio Luxemburg sowie zeitgleich Begründer und Leiter des Frühstücksfernsehens von RTL. Zusätzliche Ämter von Rainer Popp: Herausgeber der vom WDR produzierten und bundesweit in der ARD ausgestrahlten politischen Satiresendung Hurra Deutschland sowie ausführender Produzent der RTL-Nachtshow mit Thomas Koschwitz. Weitere Arbeitsorte: München, Wien, Budapest, Hamburg und Frankfurt am Main. Er ist, neben hundert weiteren Unterzeichnern aus Politik, Wirtschaft und Kultur, Gründungsmitglied der 1990 gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus ins Leben gerufenen Charta Europa, der auch der inzwischen verstorbene tschechische Staatspräsident Vaclav Havel angehörte.
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