Im Haus des einflussreichen Politikers Franziskus van den Berggruen und seiner klugen, wachen Frau Hannerl kommt ein Kind zur Welt - und mit ihm ein Rätsel, das alle Maßstäbe sprengt. Franziskus Berggruen II., kaum geboren, scheint mehr zu wissen, als andere je lernen: Er spricht mehrere Sprachen, denkt in Systemen, diktiert in frühester Kindheit wissenschaftliche Werke - und wird noch vor dem Schulalter zum gefragten Berater politischer Entscheidungsträger. Als "zoon politikon" par excellence wächst er in eine Welt hinein, die er zugleich durchdringt und übersteigt. Seine Analysen zu Demokratie, Frieden, Freiheit und Populismus, seine Deutungen der Macht der Mehrheit faszinieren und verstören gleichermaßen. Doch was ist er wirklich? Ein Genie? Ein Wunder? Oder ein Mutant, der die Grenzen des menschlichen Geistes hinter sich lässt? Während die Welt staunt, ringt die Familie mit einer Frage, die sich nicht wissenschaftlich messen lässt: Wie lebt man mit einem Wesen, das alle bekannten Kategorien sprengt?
Ein kluger wie beunruhigender Roman über Intelligenz, Macht und die Zerbrechlichkeit unserer Ordnung.
Franz Spichtinger wurde 1941 in Plöss, einem Dorf an der böhmisch-bayerischen Grenze, geboren. Nach der Vertreibung und Flucht aus der Heimat ließ sich die Familie in der benachbarten Oberpfalz nieder. Der Neuanfang, der Aufbau neuer Beziehungen und Lebensverhältnisse und die Vielfalt persönlicher Ereignisse in den Wirren der Nachkriegszeit haben sich auch in seinem Leben niedergeschlagen. Der Autor studierte Erziehungswissenschaften und Religionspädagogik an der Katholischen Pädagogischen Hochschule Eichstätt. Danach war er als Volksschullehrer und schließlich als Schulleiter tätig. Ein Schwerpunkt ist seit Jahrzehnten im Rahmen der Erwachsenenbildung die Auseinandersetzung mit Fragen der Gesellschaftspolitik und der Religionen. Franz Spichtinger ist verheiratet und hat zwei Töchter. Mit "Franziskus van den Berggruen und sein Mutant" legt der Autor seinen 23. Roman vor.
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