Liebe Leser, wenn Sie in diesem Buch zu lesen beginnen, wird Ihnen zunächst vieles fremd erscheinen. Ich kenne in meiner Umgebung niemanden, der ausgerechnet dem Gedanken nachfolgt, der diesem rundum liebenswerten Jesus Christus vor 2000 Jahren in den Sinn gekommen ist. Dessen Geschichten sind für uns das Grundgerüst des Wohlwollens. Gott höre ich zu, ihn wird es ja wohl geben, und wenn ich an ihn glaube, dann bin ich gerettet. Durch Jesus sind alle meine Sünden getilgt, deshalb: Ich glaube an Gott und Jesus! Bei solchen Sprüchen muss ich mich aber dann schnell anderen zuwenden. Ein Maurer wie ich weiß: Wer sich vor Regen, Sturm und Kälte schützen will, muss sich ein Haus bauen oder bei anderen Unterschlupf suchen. Die Anfechtungen unseres Wohlseins kommen aber nicht nur von der Natur, sondern entstehen aus unseren Verhaltensweisen da draußen. Wir können uns nicht in unseren Häusern einschließen. Unser Leben findet in der Gemeinschaft statt, in die wir hineingeboren werden. Was uns da erwartet, das kennen wir ja. Jeder versucht von der Arbeit und dem Erfolg eines anderen auch seinen eigenen Nutzen zu gewinnen. Hieraus wird dann das Leben auf der Erde, wie wir es kennen.
Der Autor, der 87 Jahre alt ist und unter gesundheitlichen Einschränkungen leidet, hinterfragt seine religiöse Einstellung und philosophiert über Gegenwartsprobleme. Ein Buch von Franz Alt, das aramäische Urtexte über Jesus verwendet, inspirierte ihn, sein christliches Weltbild neu zu betrachten und die Verbindung zwischen Denken, Gott und Mensch zu erforschen. In verschiedenen Essays bezieht er auch tagesaktuelle oder weltpolitische Themen ein.
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