Schlagworte: Geschichte des Baltikum, Deutsch-russisches Verhältnis, Deutsche Kultur in Russland, Russische Geschichte, Klassiker der russischen Geschichte
Kurzbeschreibung Seit dem Erscheinen der dritten, umgearbeiteten Auflage hatte mein Vater Berichtigungen und Ergänzungen für eine neue Ausgabe des Buches zusammenzustellen begonnen. Als die Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde der Ostseeprovinzen zur Belehrung des russisch lesenden Publikums über die Geschichte Livlands eine Übersetzung des Buches veranlaßte, wurde es vom Verfasser nochmals durchgearbeitet. Die von Oberlehrer W. Buck in St. Petersburg besorgte russische Übersetzung erschien im Februar 1912, kurz nach dem Tode meines Vaters. Die vorliegende vierte Auflage hat weitere Ergänzungen und Zusätze erhalten, deren Umfang durch den von 277 Seiten der dritten Auflage auf 313 Seiten angewachsenen Umfang des Textes angedeutet wird. Umgearbeitet erscheinen hier die Kapitel 1, 22, 23, ergänzt wurden namentlich Kapitel 8, 9, 14-17, 21, 24, 26, 28, 31; im übrigen ist kein Abschnitt des Buches ohne Verbesserungen und Zusätze geblieben. Die Tabellen haben eine Revision der Daten erfahren und sind um ein Verzeichnis der höheren Regierungsvertreter in den Provinzen vermehrt worden, dessen Zusammenstellung bereits von meinem Vater ziemlich weit gefördert worden war. Obwohl bei den eigentümlichen Schwierigkeiten der Materialbeschaffung immer noch nicht lückenlos, konnte dieses Verzeichnis dank der Mithilfe von Freunden meines Vaters und des Buches doch auf den vorliegenden Stand gebracht werden. (Arbusow jun. im Vorwort)
Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der vierten, verbesserten und ergänzten Auflage, aufgrund des vom Verfasser hinterlassenen Materials besorgt durch Leonid Arbusow jun., erschienen Riga 1918 im Verlag von Jonck und Poliewsky; er wurde auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisiert.
Leonid Arbusow (1848-1912), russischer Historiker, der sich der Geschichte des Baltikums nach der Aufsegelung Livlands widmete. Leonid Arbusow entstammte einer russischen Landadelsfamilie. Der Historiker Leonid Hans Nikolaus Arbusow war sein Sohn. Arbusow besuchte Schulen in Wiborg, Mitau und Dorpat. Sein Studium, zunächst der Zoologie begann er 1867 an der Kaiserlichen Universität Dorpat, wechselte dann aber schnell zur Medizin nach Leipzig, was er bis 1871 wiederum in Dorpat fortsetzte. Dann 1871 bis 1873 stud. rer. nat. und 1873 bis 1876 stud. hist. in Göttingen bei Georg Waitz. Er nahm 1877 bis 1885 zuerst eine Stellung wissenschaftlicher Kreisschullehrer in Bauske an, war 1885 bis 1888 Kreisschulinspektor in Tuckum, dann Privatgelehrter in Mitau. 1893 wurde er von der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde der Ostseeprovinzen Russlands zum Herausgeber der II. Abteilung des Livländischen Urkundenbuchs gewählt. 1889 war er korrespondierendes Mitglied und seit 1894 Mitdirektor der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde. Später, 1898 war er ebenfalls korrespondierendes Mitglied und seit 1909 Ehrenmitglied der Genealogischen Gesellschaft der Ostseeprovinzen. Schließlich ab 1900 war er auch noch korrespondierendes Mitglied der Kurländischen Gesellschaft für Literatur und Kunst. Mit seinem vielfach neu aufgelegten und ständig erweiterten Werk »Grundriß der Geschichte Liv-, Estund Kurlands« hat Arbusow einen herausragend wesentlichen Beitrag zur baltischen Geschichtskenntnis für die älteren Zeiten bis ins 18. Jahrhundert geleistet. Ein weiteres Herausstellungsmerkmal sind seine Forschungen zur mittelalterlichen Personenkunde Livlands. [Quelle: Wikipedia]
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