Wir erfahren uns "hineingeworfen" in eine rätselhafte Welt - in einer mysteriösen Weise und ohne unser Zutun. Es ist, als ob wir auf einem fremden Planeten ausgesetzt wurden und eine uns unbekannte Welt erkunden müssen. Dabei sind wir vollständig auf unseren Astronautenanzug angewiesen. Wir können ihn nicht wechseln und erfahren nur das, was seine Sensoren aufnehmen können. So erleben wir das "Da-draußen" nur indirekt und in unbestimmter Qualität. Mit unserer Wahrnehmung errichten wir eigenständige "innere Welten", die uns helfen, uns in dem "Da-draußen" zu bewegen und zu überleben. Wir wissen jedoch nicht, ob die "Da-draußen-Realität" (das SEIN) mit unserer "innere Realität" (dem SEIENDEN) übereinstimmt. Der HALLISMUS ist dabei radikal und postuliert: Es gibt einen prinzipiellen GAP - wir können es nie wissen. Für den HALLISMUS gibt es eine existenzielle Gewissheit nur hinsichtlich unserer Wahrnehmung und Beobachtung. Während die Wissenschaft von einer "real-existierenden" Wirklichkeit ausgeht und der Beobachter eine Nebenrolle einnimmt, steht beim HALLISMUS gerade umgekehrt der Beobachter im Vordergrund, der letztlich den "Realitäts-rahmen" und alles darin potentiell enthaltene Wissen begrenzt. Diese konsequente konstruktivistische Denkrichtung erlaubt neue Sichtweisen auf die Strukturen natürlicher wie künstlicher kognitiver Systeme, deren Evolution und möglicher transhumanistischen Weiterentwicklungen.
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