Vorsicht, hier wird scharf geschossen - meistens mit Worten, manchmal mit Sahne.
"In "Hingestreckt und Ausgespuckt" blickt S.G. Gräßl dorthin, wo der Alltag seine Maske fallen lässt.
Es ist ein literarisches Kuriositätenkabinett, in dem flüchtende Biskuitrollen auf tiefgründige Wolkenbilder treffen und der Krieg zwischen Messer und Gabel am Mittagstisch mit derselben Präzision seziert wird wie das lautlose Vorbeiziehen der Vergänglichkeit.
S.G. Gräßl beherrscht die Kunst des lyrischen Slapsticks: Ein Hochseilakt im Stil der 1920er Jahre, der beißt, küsst und den Leser genau dort abholt, wo das Lachen im Halse stecken bleibt. Es sind Gedichte für all jene, die wissen, dass das Leben ein Drahtseilakt ist - und dass man dabei wenigstens eine ordentliche Portion Humor im Gepäck haben sollte.
Ehrlich, skurril und von einer unbestechlichen Stille, die nachklingt, wenn der Vorhang fällt."
S.G. Gräßl ist die Person, die im Halbschatten eines Kaffeehauses sitzt und dem Schweigen zwischen zwei Sätzen mehr Aufmerksamkeit schenkt als dem Lärm der Welt. Es ist das Auge, das den Staub auf dem polierten Parkett der Gesellschaft ebenso präzise erfasst wie das Zittern einer Hand beim ersten Glas Wein.
Hier wird das Leben nicht gelebt, es wird seziert - mit einer Feder, die so scharf ist, dass man den Schnitt erst bemerkt, wenn man bereits lächelt.
S.G. Gräßl sammelt keine Titel, sondern Augenblicke des Scheiterns und der Erhebung. Es geht um die Kunst, im "Hingestreckt-Sein" die Sterne zu zählen und im "Ausgespuckt-Werden" den Rhythmus eines neuen Anfangs zu finden.
Was bleibt, ist kein Lebenslauf, sondern ein literarisch-grafischer Fingerabdruck: Schwarz auf Weiß, unfrisiert und von einer unbestechlichen, melancholischen Heiterkeit.
S.G. Gräßl ist überall dort zu finden, wo die Fassaden Risse bekommen-denn nur dort fällt das Licht der Wahrheit hinein.
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