Lolita Deriabina ist 28 Jahre alt, stammt aus Russland und lebt seit fünf Jahren in Deutschland. Nach ihrem Studium arbeitet sie als Dozentin für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in Integrationskursen und begleitet über Jahre hinweg Menschen aus unterschiedlichsten Ländern beim Versuch, in einer neuen Sprache und einer neuen Gesellschaft anzukommen. Ihre tägliche Arbeit bewegt sich dabei zwischen Grammatik und Lebensrealität, zwischen Verwaltungsvorgaben und menschlichen Biografien. Dieses Buch ist aus der Erfahrung entstanden, dass Integration nicht an großen Worten scheitert, sondern an kleinen Versäumnissen, an fehlender Klarheit, an gut gemeinten Strukturen ohne Verbindlichkeit. Die Autorin schreibt nicht aus politischer Distanz, sondern aus der Nähe des Kursraums, aus Gesprächen, Beobachtungen und Widersprüchen, die sich nicht in Statistiken auflösen lassen. Als jemand, der Deutsch nicht als Muttersprache spricht, verbindet Lolita Deriabina eine persönliche Beziehung zur Sprache mit einer kritischen Perspektive auf ihre Vermittlung.
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