Dieser fotografische Zyklus widmet sich der biblischen Figur Judith. Nicht als Illustration der bekannten Erzählung, sondern als archetypische Gestalt der Entscheidung. In neun schwarz-weißen Arbeiten wird der Moment vor der Tat untersucht: Sammlung, Trennung, innere Klärung und radikale Setzung.
Die Serie löst Judith aus ihrem historischen und ikonographischen Kontext und zeigt sie als zeitlose Figur zwischen Licht und Schatten. Durch die Reduktion auf den Akt wird die narrative Zuschreibung aufgehoben und der Blick auf Haltung, Struktur und innere Linie gelenkt.
Die Gliederung folgt einer bewusst gewählten 5/3/1-Struktur, inspiriert von jüdischer Zahlensymbolik, die dem Zyklus eine formale Ordnung verleiht.
Judith ist eine fotografische Auseinandersetzung mit Entscheidung, Autonomie und der Frage, was geschieht, bevor eine unumkehrbare Handlung gesetzt wird.
Josef Volsa arbeitet als Fotograf und Künstler mit Schwerpunkt auf konzeptioneller Schwarzweißfotografie. In seinen Werkzyklen untersucht er archetypische Figuren, strukturelle Bildordnungen und das Spannungsverhältnis von Licht und Schatten. Seine Arbeiten entstehen aus intensiver inhaltlicher Vorbereitung und verbinden fotografische Reduktion mit kulturgeschichtlicher Verankerung.
Weitere Arbeiten und Werkzyklen sind unter www.artisumbrae.art zu sehen.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.