Der Text folgt einer Reisebewegung zwischen Mitteleuropa und Sibirien in den 1990er Jahren. Diese Bewegung bildet den äußeren Rahmen für eine subjektive Erzählung, die zeitnahe Wahrnehmungen mit späteren Rückblicken verbindet. Auf eine lineare Handlung oder eindeutige Ortsbeschreibung wird verzichtet. "Nowosibirsk. Nie gehört. Ihm fröstelte."
Im Zentrum steht ein individueller Erfahrungsraum, der sich nicht über Ereignisse, sondern über Wahrnehmung, Wiederholung und Bruch erschließt. Erinnerung erscheint fragmentiert und selektiv. "Das Loch blieb in ihm."
Der Titel verweist auf den Fokus der Erzählung: Nicht der Ort, sondern ein innerer Zustand strukturiert den Text. "Gut so, dachte er."
Hinweis/Disclaimer
Dieses Werk ist literarische Prosa.
Es enthält Darstellungen von extremen inneren Zuständen und Verhaltensweisen. Der Text verfolgt keine belehrende, erklärende oder rechtfertigende Absicht und ist nicht als Anleitung, Verherrlichung oder Bewertung zu verstehen.
Alle Figuren, Handlungen und Dialoge sind fiktional. Ähnlichkeiten mit realen Personen oder tatsächlichen Ereignissen sind nicht beabsichtigt.
Die Verantwortung für die individuelle Lektüre und Interpretation liegt bei den Leserinnen und Lesern.
Hieronymus lebte sechzehn Jahre im Ausland, in Russland, Libyen und Ungarn. Heute lebt und schreibt er in Deutschland. Seine Texte kreisen um Menschen am Rand, um Absturz, Rausch, Schuld und die Frage, was bleibt, wenn Halt und Ordnung zerfallen.
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