Journalismus steht im KI-Zeitalter vor seiner härtesten Bewährungsprobe. Nicht nur Arbeitsabläufe verändern sich, sondern Vertrauen, Verantwortung und öffentliche Orientierung geraten unter Druck. Leif Kramp und Stephan Weichert zeigen, warum KI keine bloße Toolfrage ist, sondern eine strukturelle Herausforderung für Medien und Demokratie. Zugleich droht dem Journalismus eine paradoxe Entwicklung: Je mehr Inhalte automatisiert produziert werden, desto weniger sichtbar wird das, was ihn eigentlich ausmacht. In der wachsenden Flut synthetischer Texte, Bilder und Stimmen verliert journalistische Arbeit ihre Unterscheidbarkeit - nicht weil sie verschwindet, sondern weil sie im Rauschen der Maschinen untergeht. Mit dem Konzept der KI-Resilienz legen die Autoren einen neuen Deutungsrahmen vor: für Redaktionen, die KI nutzen wollen, ohne Glaubwürdigkeit zu verlieren; für Medienpolitik, die mehr ermöglichen muss als Regulierung; und für eine Öffentlichkeit, die digitale Souveränität zurückgewinnen will. Ein praxisnahes Buch über die Zukunft des Journalismus.
Dr. Leif Kramp ist Medien- und Journalismusforscher sowie Forschungskoordinator des Zentrums für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI), Universität Bremen. Kramp ist Gründungsvorstand des Vereins für Medien- und Journalismuskritik e.V., der die VOCER-Bildungsprogramme trägt. In seiner Arbeit verbindet er wissenschaftliche Analyse mit praxisnaher Kooperation in Projekten mit Medienhäusern, Stiftungen und öffentlichen Institutionen. Er begleitet Transformationsprozesse in Redaktionen und Organisationen, analysiert strukturelle Veränderungen im Mediensystem und berät bei strategischen Weichenstellungen im digitalen Wandel. Kramp ist Autor und Herausgeber zahlreicher Fachbücher und Studien zum Wandel von Medien, Journalismus und Gesellschaft.
E-Mail: kramp@uni-bremen.de
Leif Kramp
Dr. Stephan Weichert ist Medien- und Kommunikationswissenschaftler, Resilienz-Coach für Führungskräfte und Strategieberater. Seit 2020 leitet er das unabhängige VOCER-Institut für Digitale Resilienz, einen gemeinnützigen Think & Do Tank, der Weiterbildung, Beratung und Forschung rund um den souveränen Umgang mit digitalen Medien zusammendenkt. Weichert arbeitet seit über 25 Jahren als Lehrbeauftragter und Professor für digitalen Journalismus (u.a. Universität der Künste, City University of New York, Hamburg Media School, Macromedia University, TU Dortmund). Der Medienexperte berät u.a. Ministerien und Organisationen zu Kernfragen digitaler Nachrichten-kompetenz. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem "Medienethik Award". Aktuell lehrt und forscht er zum Thema "KI-Resilienz in der digitalen Welt".
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