Kirche bauen, damals und heute: Kirche bauen im schweizerischen Bergdorf Jaun, einem kleinen Dorf in den Freiburger Voralpen. Vor 120 Jahren wurde in einem gewaltigen Kraftakt der Bevölkerung eine neue Kirche gebaut. Was trieb damals die Menschen an, ein so grosses Gemeinschaftsprojekt anzupacken? Gabriel Schuwey hat recherchiert und gibt Auskunft über die damaligen Beweggründe. Er erzählt vom Bau, der Arbeit der Steinwerker, Maurer, Zimmerleute und von vielen freiwilligen Mitarbeitenden und Sponsoren.
Heute: Wie können Brücken gebaut werden in einer Zeit der Aufsplitterung der Gesellschaft? Wie kann Gemeinschaft gefördert werden in Zeiten, da Misstrauen zwischen verschiedenen Parteien und spirituellen Grüppchen und Gruppen das Zusammengehen vergiftet? Markus Berger sucht nach Möglichkeiten, wie in Familien, Gemeinde und Pfarrei gemeinschaftsstiftend gehandelt werden kann. Für ein kleines Dorf ist die Suche nach einem 'gemeinsamen Nenner' über-lebens-wichtig.
Der 1937 geborene Gabriel Schuwey lebt seit seiner Geburt in Jaun. Der verheiratete Vater dreier Kinder führte 40 Jahre lang die Dorfkäserei und genoss den täglichen Austausch mit den Menschen. Zeit seines Lebens engagierte er sich stark für die Gemeinschaft; unter anderem im Gemeinderat, beim Bau des Schulhauses und in der Gemeindeverwaltung. Seine grosse Leidenschaft gilt der Ortsgeschichte und der Ahnenforschung. Sein wertvolles Wissen teilt er regelmässig mit den Einheimischen und Nachkommen ausgewanderter Jauner, die bei ihm nach ihren familiären Wurzeln suchen.
Markus Berger
Markus Berger kennt das Dorf Jaun seit seiner Jugendzeit. Seine Eltern, seine Geschwister und er genossen als Stadtmenschen ihr Ferienhaus in Jaun sehr. Später verbrachte er mit seiner Familie und seinen drei Kindern viele Ferien und Wochenenden im Dorf. Er arbeitete als Primarlehrer in der Stadt Luzern und als Katechet in der Luzerner Pfarrei Santa Maria zu Franziskanern. Er hat verschiedene Lehrmittel verfasst für den Religionsunterricht und das Fach 'Ethik und Religionen'. Seit seiner Pensionierung lebt er in Jaun und wirkt manchmal noch als Sigrist oder Lektor in der Pfarrei und als Geschichtenerzähler im Altersheim in Charmey oder im Spielzeugmuseum in Wattenwil.
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