Die deutsche Literaturgeschichte ist nicht einfach eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger zufälligen Ereignissen. Es ist eine wirkliche, echte Geschichte und wer sie kennt, der kann sie nur lieben. Sie reicht weit zurück ins Mittelalter. Sie führt vorbei an Kunstwerken von unfassbarer Eleganz und von berauschender Kühnheit. Sie erzählt von Heldentaten und Intrigen - in der Wirklichkeit wie auf dem Papier. Sie ist durchkreuzt von Revolutionen und Erneuerungen - im Geiste wie auf der Barrikade. Sie führt quer durch Kriege und Koalitionen - zwischen Dichtern wie zwischen Völkern. Und dazu ist sie auch noch ungeheuer spannend! Und weil Literatur das Schönste ist, was man mit Sprache anstellen kann, und Lyrik das Schönste, was die Literatur zu bieten hat, deshalb kann man die Geschichte der deutschen Literatur vielleicht präziser, aber niemals schöner erzählen als an einer Auswahl handverlesener Gedichte.
Hans-Georg Müller ist Professor für Sprachdidaktik an der Universität Potsdam. Er war zudem viele Jahre Deutsch- und Geschichtelehrer in Berlin. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit der kognitionspsychologischen und empirischen Modellierung sprachlicher Kompetenzen. Die "kleine Literaturgeschichte" ist indes ein Herzensprojekt und eine Verneigung vor der immensen Schönheit der deutschen Lyrik.
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