Zwei Männer, die im gleichen Alter stehen, sonst aber unterschiedlicher kaum sein könnten - der eine ist ein Obdachloser, der andere ein Professor für Chemie auf dem Weg zum Hörsaal - diese beiden begegnen sich auf dem Friedhof und kommen ins Gespräch. Aus dieser zufälligen Begegnung wird schon bald ein wöchentliches Treffen auf einer Bank im Friedhof, bei dem die beiden aus ihrem Leben erzählen und sich über Gott und die Welt unterhalten: Der Obdachlose berichtet, warum er, der Sohn eines angesehenen Notars, auf die schiefe Bahn geraten ist, der Professor diskutiert mit ihm Fragen der Naturwissenschaften und der Geschichte, doch finden diese Gespräche stets auf einem solchen Niveau statt, dass der Obdachlose trotz seiner anfänglichen Bedenken alles gut versteht und schon bald auch ein von ihm selbst nicht erwartetes Interesse gewinnt. Aber das Buch bietet nicht nur Unterhaltung; Sie erfahren Sie zum Beispiel, wie Wärmepumpen Wärme pumpen, wie Atom- und Wasserstoff-Bomben funktionieren oder warum man aus Knochenasche keine Diamanten machen kann, aber auch, was Sie gewiss überraschen wird: dass Churchill anfangs Hitler bewundert hat oder dass - Jetzt nur nicht erschrecken! - dass das Pflanzenwachstum weder CO2 bindet noch Sauerstoff liefert. Doch diese Behauptung wird auf eine Weise erklärt, dass sie jede Leserin und jeder Leser leicht verstehen und - vielleicht zähneknirschend, vielleicht auch ängstlich - zustimmen wird ... muss! Nein, eine haltlose Verschwörungstheorie, die nur verkaufsfördernd sein soll, ist das nicht, zumal der Autor die Bestätigung seiner Behauptung durch ein anerkanntes Öko-Instituts hat. Allerdings muss man sich fragen, warum das bisher nie thematisiert wurde. Vielleicht, weil man an der Publizität gar nicht interessiert ist? ... könnte doch sein? zur Rahmenerzählung: Der vermeintlich Obdachlose ist keiner, sondern wohnt im Keller einer alten Schule, die zu einem Archiv-Gebäude umgebaut wurde, und er sitzt immer vor demselben Grab, weil dort seine Eltern und seine jüngere Schwester liegen, die alle durch eine Tragödie verbunden sind, die auch nach Jahrzehnten noch ihre lange Schatten wirft. Der Professor erzählt aus der Geschichte seiner Familie und seiner Schulzeit; dabei werden die jüngeren Leserinnen und Leser zurückgeführt in eine Zeit, die eine Ewigkeit her zu sein scheint, und sie werden ebenso ungläubig wie verständnislos die Köpfen schütteln, wogegen die älteren zustimmend mit den Köpfen nicken werden.
Friedhelm Kober wurde 1944 in Pforzheim geboren, wo er zur Schule ging und im Jahr 1963 Abitur machte. Nach dem Studium der Chemie und der Promotion an der TU Karlsruhe im Jahr 1970 kam er an die TU Darmstadt, wo er als wissenschaftlicher Assistent und Dozent tätig wurde und im Jahr 1977 mit einer Arbeit über einen neuen Bindungstyp des Elementes Arsen für das Fach Anorganische Chemie habilitierte. Eine Lehrstuhlvertretung, Lehraufträge und ein Studien-Aufenthalt führten ihn für einige Semester an die Universitäten Saarbrücken, Kaiserslautern und Uppsala. Seit dem Jahr 1984 war er Professor an der TU Darmstadt für das Fach Anorganische Chemie, seit April 2009 ist er pensioniert, doch hielt er danach als Lehrbeauftragter des Fachbereichs Chemie bis zum Jahr 2020 die Vorlesungen Qualitative Analyse, Quantitative Analyse und Chemisches Rechnen. Er war bis zum Tod seiner Frau verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne, zwei Schwiegertöchter und zwei Enkel. Neben zahlreichen Publikationen über Komplexchemie, über die Chemie arsen-organischer Verbindungen, über Fachdidaktik und die Geschichte der Chemie in einschlägigen wissenschaftlichen Journalen hat er mehrere Lehrbücher über verschiedene Gebiete der Chemie veröffentlicht [Komplexchemie, Analytische Chemie, Spektroskopie, pH-Wert-Berechnungen mit und ohne Computer, Symmetrie der Moleküle und Kristalle]; ein Buch zur Geschichte der Chemie (Quellentexte) hat er zusammen mit zwei Kollegen verfasst. Sein erster Roman, die Trilogie Freyas Tränen, ist eine romantische Liebesgeschichte, hat aber auch einen historischen Hintergrund: die Zeit Völkerwanderung, der Sturm der Hunnen über Europa, die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern, die Belagerung Roms und die Besiedelung Britanniens durch die Angeln und Sachsen. Sein zweiter Roman Das Maß aller Dinge: Sophies Weg spielt in der Zukunft, ist aber weniger Science-Fiction, sondern eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie die Menschen unterschiedlicher Begabungen und Veranlagungen miteinander umgehen sollen. Sein dritter Roman wie man kein Professor wird ist stark autobiographisch und schildert den Berufsalltag an einem chemischen Institut einer deutschen Universität aus der Sicht eines jungen Chemikers, der auf dem langen Weg von der Promotion zur Berufung ist. So gibt der Roman einen Blick durchs Schlüsselloch, geschrieben im Schnodder-Stil und mit viel Respektlosigkeit von einem, der den Laden kennt, aber nicht mehr dazugehört.
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