Dieses Buch zeigt, dass Legacy-Systeme nicht einfach alte Software sind, sondern fachlich wertvolle, historisch gewachsene Systeme mit technischer, datenbezogener und organisatorischer Last. Ihr Problem liegt selten nur im Alter, sondern in der Spannung zwischen betrieblicher Unverzichtbarkeit und sinkender Änderungsfähigkeit.
Ein zentrales Thema ist daher das Verstehen des Bestands. Bevor über Ablösung oder Modernisierung entschieden wird, müssen Fachlogik, Datenstrukturen, Schnittstellen, Betriebsroutinen und implizites Wissen rekonstruiert werden. Reverse Engineering und Wissenssicherung sind deshalb keine Nebenschritte, sondern oft die eigentliche Voraussetzung jeder tragfähigen Erneuerung.
Das Buch beschreibt anschließend, wie der Zustand einer Anwendung systematisch bewertet werden kann. Dabei geht es nicht nur um Codequalität, sondern auch um Datenlage, Integrationsfähigkeit, Sicherheits- und Compliance-Risiken, Wissensverfügbarkeit, betriebliche Stabilität und wirtschaftliche Tragfähigkeit. Ein wiederkehrendes Ergebnis lautet: Viele Fehlentscheidungen entstehen durch zu einfache Bewertungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf technischer Schuld, Zielarchitektur und der Frage, wie Modernisierung ohne Big Bang gelingen kann. Statt den vollständigen Neustart als Standard zu betrachten, plädiert das Buch für kontrollierte Übergänge, klare Zielbilder, APIisierung, Entkopplung und schrittweise Verantwortungsverlagerung. Gerade Übergangsarchitekturen werden als entscheidender Teil der Transformation verstanden.
Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Daten. In vielen Vorhaben ist nicht der Code das größte Problem, sondern die historisch gewachsene Datenwelt mit unklarer Semantik, Redundanzen, Synchronisationsproblemen und schwieriger Datenhoheit. Erfolgreiche Modernisierung beginnt deshalb mit Datenklärung und nicht erst mit technischer Migration.
Darüber hinaus behandelt das Buch organisatorische Blockaden, Sicherheits- und Compliance-Fragen sowie die Rolle von KI in Modernisierungsvorhaben. KI kann Analyse und Dokumentation beschleunigen, ersetzt aber weder Architektururteil noch fachliche Verantwortung.
Die zentrale Aussage lautet: Legacy-Modernisierung ist keine rein technische Aufgabe. Sie ist eine kontrollierte Form von Weiterentwicklung, die Wissen, Daten, Organisation, Risiko und Architektur gemeinsam betrachten muss.
Marco Forestier, geboren im Jahr 1968 in der malerischen Stadt Mainz, hat sich über die Jahrzehnte als eine herausragende Persönlichkeit in der Welt der Software-Entwicklung etabliert. Seine Wurzeln liegen in der Stadt, in der er nicht nur geboren wurde, sondern auch seine prägenden Jahre verbrachte.
Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Fachhochschulausbildung entschied sich Forestier für eine weitere Spezialisierung und absolvierte eine Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann. Diese fundierte akademische und berufliche Ausbildung legte den Grundstein für seine spätere Karriere.
Bemerkenswert ist der unternehmerischer Geist von Marco Forestier, der sich bereits in jungen Jahren manifestierte. Während viele in seinem Alter noch unschlüssig über ihre berufliche Laufbahn waren, gründete er bereits während seiner Schulzeit ein Unternehmen. Dieses spezialisierte sich auf die Entwicklung von Individual-Software und markierte den Beginn seiner fast 40-jährigen Laufbahn in dieser Branche.
Heute ist Marco Forestier als externer Software-Architekt tätig. Sein Schwerpunkt liegt insbesondere auf Projekten im Delphi-Umfeld sowie auf der Anforderungsanalyse, der Konzeption und der strukturellen Weiterentwicklung bestehender und neuer Softwarelösungen. Seine langjährige Erfahrung und sein tiefes Fachwissen machen ihn zu einer gefragten Persönlichkeit in diesem spezialisierten Bereich der Software-Entwicklung.
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