Zölle gehören zu den ältesten Instrumenten staatlicher Wirtschafts- und Machtpolitik. Sie dienen nicht nur der Einnahmeerzielung, sondern auch dem Schutz heimischer Märkte, der Lenkung von Handelsströmen und der Durchsetzung politischer Interessen. Gerade in einer globalisierten Welt zeigt sich, dass Zollpolitik kein Relikt vergangener Jahrhunderte ist, sondern ein hochaktuelles Feld wirtschaftlicher, politischer und geopolitischer Auseinandersetzungen.
Dieses Buch bietet einen fundierten und zugleich verständlichen Überblick über die Entwicklung, Funktionen und Wirkungen der Zollpolitik von der Antike bis zur Gegenwart. Es erläutert die wichtigsten Zollarten, die ökonomischen Grundlagen des internationalen Handels, klassische und moderne Begründungen für Freihandel und Protektionismus sowie die Rolle internationaler Institutionen wie GATT und WTO.
Historische Beispiele vom Merkantilismus über den Deutschen Zollverein, die Corn Laws und die Weltwirtschaftskrise bis zur Nachkriegsordnung zeigen, wie eng Zölle mit Staatsfinanzen, Industrialisierung, nationaler Souveränität und internationalen Konflikten verbunden sind. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Zollpolitik der USA, insbesondere unter Donald Trump, den Handelskonflikten mit China, der Handelspolitik der Europäischen Union, Chinas Aufstieg sowie den Strategien großer Schwellenländer wie Indien, Brasilien und Russland.
Ein eigenes Kapitel widmet sich der Einführung von Klimazöllen und dem EU-CO2-Grenzausgleichsmechanismus CBAM. Damit greift das Buch eine der zentralen Zukunftsfragen auf: Können Zölle nicht nur schützen und sanktionieren, sondern auch zur ökologischen Transformation beitragen?
"Machtinstrument Zoll" richtet sich an Studierende, Lehrende sowie politisch und wirtschaftlich interessierte Leserinnen und Leser. Es verbindet ökonomische Theorie, historische Entwicklung und aktuelle Fallstudien zu einer systematischen Darstellung der Zollpolitik im Wandel der Globalisierung.
Franz Wegener studierte Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum mit Schwerpunkt Außenwirtschaftstheorie und Außenwirtschaftspolitik. Er arbeitet als Dozent und Autor und beschäftigt sich vor allem mit wirtschafts- und politikgeschichtlichen Themen.
In seinen Veröffentlichungen verbindet er ökonomische Analyse, historische Einordnung und politische Bewertung. Sein besonderes Interesse gilt den Schnittstellen von Handel, Staat, Macht und internationaler Ordnung. Dabei legt er Wert auf eine verständliche Darstellung komplexer Zusammenhänge, ohne auf fachliche Genauigkeit zu verzichten.
Mit dem Buch "Machtinstrument Zoll" legt Franz Wegener eine systematische Darstellung der Zollpolitik vor. Das Werk verbindet ökonomische Theorie, historische Entwicklung und aktuelle Fallstudien und richtet sich an Studierende, Lehrende sowie wirtschaftlich und politisch interessierte Leserinnen und Leser.
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