Malte will nicht kämpfen
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Malte will nicht kämpfen

Stefan Tappert

Romane & Erzählungen

Paperback

332 Seiten

ISBN-13: 9783695760398

Verlag: BoD - Books on Demand

Erscheinungsdatum: 05.05.2026

Sprache: Deutsch

Schlagworte: Coming of Age, Wehrpflicht, Sinn des Lebens, Beatpoem, Weltreise

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Es gibt Romane, die vom Krieg erzählen. Und es gibt Romane, die vom Nicht-Kämpfen handeln. Stefan Tapperts Entwurf zu Malte will nicht kämpfen gehört entschieden zur zweiten Kategorie und gerade darin liegt seine literarische Sprengkraft. Im Mittelpunkt steht Malte, 22 Jahre alt, Bewohner einer müden westdeutschen Stadt und Meister der passiven Verweigerung. Als die Wehrpflicht zurückkehrt, gerät er in eine Welt aus Befehlen, Uniformen und Erwartungen, die ihm genauso wenig passt, wie ein schlecht sitzender Anzug. Doch Malte rebelliert nicht laut. Er schreit nicht, er organisiert keinen Widerstand. Sein Protest ist leise : Er will schlicht nicht kämpfen. Nicht gegen Menschen, nicht gegen das. Literarisch erinnert der Ton stellenweise an eine Mischung aus Popliteratur und poetischem Tagebuch. Kurze Gedichte, ironische Dialoge und philosophische Notizen wechseln sich ab. Immer wieder taucht Frida auf, eine Freundin oder vielleicht mehr, die barfuß durch Südamerika reist und damit zum Gegenbild von Maltes Stillstand wird. Während sie die Welt erkundet, versucht Malte zu verstehen, warum ihm jeder Schritt vorwärts in ein erwachsenes Leben wie ein Marschbefehl vorkommt. Was den Stoff interessant macht, ist nicht die rein politische Frage nach Sinn oder Unsinn einer Wehrpflicht. Dieses Problem steht zwar im Raum, aber die Betroffenen formulieren für sich eine ganz andere Frage. Nämlich: was ist Freiheit? Der Roman stellt sie radikal: Was bedeutet Freiheit für eine Generation, die theoretisch alles sein kann, aber innerlich oft orientierungslos bleibt? Ist Nichtstun Feigheit oder eine Form des Widerstands? Gerade diese existenzielle Unsicherheit trägt den Text. Der Autor beschreibt eine Gegenwart, in der Lebensentwürfe so flüchtig sind wie Instagram-Stories. Maltes Verweigerung wirkt deshalb weniger wie ein zielgerichteter Protest sondern mehr wie ein Symptom unserer Zeit: das Gefühl einer Generation, dass die Welt Erwartungen formuliert, ohne noch erklären zu können, warum.
Stefan Tappert

Stefan Tappert

Stefan Tappert
Jahrgang 1974, ist Autor, Medienunternehmer und gelernter Journalist mit einem feinen Gespür für gesellschaftliche Zwischentöne. Nach seinem Studium in Dresden und Stationen bei Radio, Fernsehen und digitalen Medien gründete er eigene Unternehmen im Bereich Storytelling und Kampagnenentwicklung. Seine berufliche Laufbahn ist geprägt von der Verbindung aus journalistischer Präzision und kreativer Erzählkunst. Mit Malte will nicht kämpfen widmet er sich erstmals intensiv der literarischen Gegenwart und den Fragen einer orientierungssuchenden Generation.

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