Die Basilicata gilt als Geheimtipp Süditaliens: rau, ursprünglich, uralte Dörfer und voller verborgener Schönheit. Doch unter der Oberfläche lagert noch ein anderer Schatz: Erdöl - und mit ihm geraten auch jene auf den Plan, die aus dunklen Geschäften Profit schlagen.
Für die Umweltwissenschaftlerin Jessica Crocco wird die Region zur Hoffnung ihrer Doktorarbeit. Ihr Vater Achim fürchtet die Schattenseiten der Heimat seiner Vorfahren. Als sie der Sondermülldeponie in Guardia Perticara zu nahekommen, geraten Vater und Tochter ins Visier mächtiger Männer, die kein Interesse an unbequemen Fragen haben. Was zunächst wie ein unsichtbarer Schatten wirkt, nimmt plötzlich Gestalt an: Drohungen. Bestechung. Gewalt.
Wie weit würdest du gehen, um deine Familie zu schützen?
Gianpietro Montanos Kindheit und Jugend war von den alljährlichen Reisen in die Heimat der Eltern und die damit verbundenen Familientreffen geprägt. Seine Eltern haben ihm weder Traditionen, Bräuche noch Normen seiner Vorfahren vermittelt. Erst als Erwachsener realisierte er, dass er viele berühmte Sehenswürdigkeiten nie besucht hatte, obwohl er Jahr für Jahr in ihrer Nähe war. Dies löste in ihm Fragen zu seiner kulturellen Identität aus. Aus zahlreichen Gesprächen mit anderen Nachfahren von Migranten erkannte er ähnliche Muster von Identifikation und Distanz. Er verarbeitet seine Gedanken zu dieser Identität, die in zwei verschiedenen Böden wurzelt, indem er Geschichten erfindet. Das Pseudonym Gianpietro Montano wählte er in Anlehnung an den Palazzo Montano. Diese Gebäude aus dem 13. Jahrhundert steht im ältesten Teil von Guardia Perticara, einem Ort in Süditalien, der ihm viele Antworten zu seiner kulturellen Identität lieferte.
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