Die Mauer steht. Die Nächte sind lang. Und für zwei junge Männer scheint die Welt manchmal nicht größer zu sein als die Strecke zwischen Ku'damm, Kneipe und der ersten U-Bahn am Morgen.
Zwischen Fotolaboren, Billardtischen, Seminarfahrten und spontanen Ausflügen entsteht eine Freundschaft, die über Jahre hinweg trägt. Gemeinsam entdecken sie die Freiräume einer Stadt, die zugleich Insel und Sehnsuchtsort ist. Sie streifen durch das Berliner Nachtleben, reisen ins Fichtelgebirge und ins Burgenland und erleben eine Zeit, in der das Leben noch voller Möglichkeiten zu liegen scheint.
Mit viel Gespür für Atmosphäre erzählt Paul Martín vom West-Berlin der späten siebziger und frühen achtziger Jahre. Von Freundschaft, Zusammenhalt, ersten Sehnsüchten und den Menschen, die uns prägen, oft weit über ihre Zeit hinaus.
Ein warmherziger Roman über das Erwachsenwerden, über die Freiheit der Jugend und über eine Stadt, die es so nicht mehr gibt.
Paul Martin wurde 1954 geboren und erlebte seine Jugend- und fruehen Erwachsenenjahre im Berlin (West) der siebziger und achtziger Jahre. Die besondere Atmosphaere dieser Stadt, ihre Menschen und ihre Geschichten praegen bis heute sein Schreiben. In seinen Buechern widmet er sich den Erinnerungen, Begegnungen und Lebenswegen, die Menschen miteinander verbinden. Dabei stehen oft Freundschaft, Heimat, Verlust und die Frage im Mittelpunkt, was von einer gemeinsamen Zeit bleibt. Mit Mein Freund kehrt Paul Martin noch einmal in das West-Berlin seiner jungen Jahre zurueck. Entstanden ist das Portraet einer Freundschaft und zugleich das Bild einer Stadt, die damals fuer viele ein eigener Kosmos war: voller Freiheit, Widersprueche und unvergesslicher Naechte. Heute lebt der Autor in Brandenburg und arbeitet an Romanen, Erzaehlungen und Kinderbuechern.
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