Der Logistiksektor ist durch ein breites Anwendungsfeld mit zahlreichen Herausforderungen in der Beschaffung, wie der Einschränkung von Handelswegen durch Protektionismus und Krisen, und einem permanenten Druck zur Optimierung und Effizienz gekennzeichnet. Gleichzeitig fordern Kunden kürzere und verlässliche Lieferzeiten. Eine Diskrepanz mit der die Logistik und die dort verankerte Kommissionierung konfrontiert ist. Eine Lösungsmöglichkeit bietet die Automatisierung von Kommissionierprozessen. Diese ist jedoch mit einem hohen Investitionsaufwand verbunden, der sich von kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht realisieren lässt. Für diese Unternehmen bleibt die manuelle Kommissionierung ein essentieller Bestandteil der Logistik. Die manuelle Kommissionierung bietet neben dem erwähnten Kostenvorteil, vor allem Nachteile durch den Einsatz von Menschen in Form des Fachkräftemangels, der Effizienz und der Anpassungsfähigkeit. Hier setzt die vorliegende Arbeit mit dem zentralen Untersuchungsobjekt der manuellen Kommissionierung und der übergeordneten Forschungsfrage an.
Das Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer Methode zur Bewertung und Optimierung von Flexibilitätspotenzialen, um Herausforderungen in der manuellen Kommissionierung zu bewerkstelligen. Die Bewertung und Optimierung der Flexibilitätspotenziale erfolgt in einer Laborumgebung durch eine experimentelle Untersuchung. Kommissioniertechnologien werden in Bezug auf Flexibilität miteinander verglichen. Expertenbefragungen unterstützen die Laborergebnisse aus Praxissicht, um Handlungsempfehlungen für die Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Unternehmen zu geben. Diese Unternehmen gewinnen durch Flexibilitätspotenziale an Beständigkeit im Logistiksektor. Sie partizipieren an den Chancen und sind für die Herausforderungen der Logistik gerüstet. Dadurch leistet die vorliegende Arbeit einen Beitrag zur Bewertung und Optimierung von Flexibilitätspotenzialen in der manuellen Kommissionierung.
Daniel Mezger studierte technisch orientierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Stuttgart. Anschließend war er am Institut für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich der manuellen Kommissionierung tätig. Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen dieser Tätigkeit.
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