Die Idee zu dieser Geschichte entstand infolge einer Therapiestunde. Immer wieder helfen Beispiele und Geschichten Kindern dabei, für sie schwierige Situationen einzuordnen und neue Sichtweisen zu entwickeln. An diesem Tag dachte ich mir spontan eine Geschichte aus, um zu erklären, dass es in Ordnung ist, wenn Menschen, die uns wichtig sind, auch mit anderen Menschen Freundschaft schließen.
Ein häufiger Anmeldegrund in der psychotherapeutischen Praxis ist das Leid von Kindern, weil sie das Gefühl haben oder hatten, nicht willkommen zu sein, nicht dazuzugehören, gemobbt zu werden. Viele Kinder fühlen sich im Stich gelassen und hilflos. Sie brauchen die Unterstützung von Erwachsenen, ob zuhause, in Schulen und Vereinen oder im professionellen Hilfesystem, um ihre eigenen Gefühle zu verstehen, diese zu prüfen und sich auch in andere einfühlen zu lernen.
Geschichten und Beispiele helfen oft, an Herausforderungen zu wachsen, selbstbewusst zu werden und aufzutreten. Eine wesentliche Aufgabe ist auch, entscheiden zu lernen, wo es sich anzupassen gilt, wo unterzuordnen, oder es auch im Gegenteil unbedingt notwendig ist, sich zu behaupten und die eigene Position stark nach außen zu vertreten. Dabei kann der Glaube an ein Herz, das größer wird durch die Liebe und Zuneigung, die wir anderen schenken und mit ihnen teilen, zu jeder Zeit neu wachsen. Man muss auch gar kein Kind mehr sein. Erstaunlich, wie viel leichter dieser Glaube das Leben machen kann.
Dr. Sabine Rau ist als Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Nettetal tätig. Außerdem arbeitet sie in der kommunalen Krisenintervention. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist die Begleitung von Menschen während und nach hochbelastenden Ereignissen. Als Supervisorin ist sie in der Ausbildung von angehenden Psychotherapeuten/innen aktiv. 2016 erhielt sie in der Funktion der Leitenden Notfallpsychologin der Landeshauptstadt Düsseldorf den Landesverdienstorden NRW.
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