Den modernen Kapitalismus unserer Zeit kennzeichnen die gleichen Merkmale wie seit seinem Aufkommen im Zuge der industriellen Revolution. Und dennoch erleben wir heute, nach der umfassenden Deregulierung der Finanzmärkte im letzten Viertel des vergangenen Jahrhunderts, einen neuen, entfesselten Finanzkapitalismus, einen Kapitalismus 2.0, der seine Zerstörungskraft deutlich erweitert hat. Das Buch belegt anhand vieler Fakten, wie der (Finanz-)Kapitalismus als »Gesellschaftsform« in wichtige Bereiche unseres Lebens eindringt und dort seine Profitgier ungehemmt entfaltet. Es zeigt auf, dass die Großkrisen der Zeit, Klimakrise, Demokratiekrise und wachsende Ungleichheiten sich nicht nur gegenseitig überlagern und miteinander verflochten sind, sondern im Kapitalismus ihren eigentlichen Urgrund haben. Im Unterschied zu anderen Büchern des Genres wird die besondere Rolle des Ungleichgewichts zwischen Finanz- und Realwirtschaft hervorgehoben, ein Ungleichgewicht, das den »Turbolader« im Finanzkapitalismus antreibt.
Christian Casutt studierte Mathematik, Betriebswirtschaftslehre und Informatik. Seit vielen Jahren befasst er sich mit politischen und sozialökonomischen Themen.
Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.